Oft sagt man ja: In der Liebe kennt man keine Grenzen. Bis auf eine: Den toten Partner. Da ist die Liebe dann meistens erledigt, und man muss sich mit der Justiz beschäftigen.
Genau das ist unserem 64-jährigen Kärntner passiert. Er fand offenbar: "Warum soll ich mit meinem 37-jährigen Sexpartner bei Monopoly bleiben, wenn wir doch auch mal Monopoly mit echten Menschen spielen können?" Heraus kam ein Würgespiel, das leider ohne Sieger und ohne nächstes Level endete. Der jüngere Mann wurde leblos mit einem Knebel um den Hals auf einem Plastikschutz gefunden. Da muss man sich fragen: War das ein Schutz für das Bett oder für den Gerichtssaal?
Das Landesgericht Klagenfurt sah die Sache offenbar als Bagatelle an und verurteilte den Angeklagten zu 200 Tagessätzen à sieben Euro – also 1.400 Euro. Da fragt man sich: Ist das jetzt eine Geldstrafe oder ein Schnäppchenverkauf?
Die Staatsanwaltschaft war anderer Meinung und legte Berufung ein. Sie meinte wohl: "So ein tödliches Sexspiel darf nicht billiger sein als ein Wellness-Wochenende mit Sauna und Massage." Und jetzt sitzt das OLG Graz am längeren Hebel und will wohl den Preis für diese spezielle Dienstleistung deutlich erhöhen.
Man kann nur hoffen, dass der Pensionist für den neuen Prozess genug Geld auf die hohe Kante gelegt hat. Denn bei einer möglichen Vervierfachung der Strafe könnte er sich sein letztes Würgespiel wohl auch noch einmal überlegen. Vielleicht bleibt er dann künftig bei harmloseren Spielen – wie etwa "Mensch ärgere dich nicht". Da ist das einzige, was stranguliert wird, der Spielspaß.