Endlich ein Handy, das das Selbstwertgefühl nicht gleich mit dem Preis zertrümmert! Motorola, bisher bekannt für Handys, die man auch ohne Erbschaft noch finanzieren kann, haut mit dem Signature ein echtes Statement-Gerät raus. 950 Euro – da kann man schon fast auf die Idee kommen, man hätte ein Schnäppchen gemacht. Zum Vergleich: Bei Apple kostet schon der Ladekabel-Händedruck 1200 Euro.
Das Besondere am Signature: Es macht alles, was die Konkurrenz auch kann, aber zu einem Preis, der noch nicht mal einen schlaflosen Abend verursacht. Dolby-Vision-OLED-Display? Klar, damit man beim nächsten Zoom-Meeting wirklich sieht, wie fahl der Kollege gerade aussieht. Dreifachkamera mit 50 Megapixeln? Perfekt, um das Frühstücksei so zu fotografieren, dass es auf Instagram aussieht wie ein Museumsexponat. Und Rechenleistung, die ausreicht, um nicht nur die Steuererklärung zu machen, sondern auch noch die des Nachbarn.
Das eigentliche Verkaufsargument aber ist die Software. Während andere Marken aus China einen mit vorinstallierten Bloatware-Funktionen zutexten, die man nicht mal im Traum braucht, gibt sich Motorola hier bodenständig. "Wir machen kein Tamtam", sagte ein Sprecher, der lieber anonym bleiben wollte, weil er für seinen Job zu schlau ist. "Wir machen einfach ein Handy, das funktioniert. Und wenn es nicht funktioniert, dann zumindest so, dass man's dem Kunden nicht übel nehmen kann."
Die Zielgruppe? Menschen, die sich etwas leisten wollen, ohne sich wie ein Schildbürger zu fühlen. Diejenigen, die im Café sitzen und beim Aufklappen des Signature ein leichtes Grinsen nicht unterdrücken können, weil sie wissen: "Mein Handy war billiger als das vom Typ da drüben, und sieht trotzdem so aus, als hätte es ein Design-Team aus Schweden entworfen."
Die wirkliche Sensation aber ist die Marketing-Strategie: Motorola positioniert das Signature als "die intelligente Alternative". Übersetzt heißt das: "Wir wissen, dass ihr nicht blöd seid, und deshalb machen wir auch kein Handy, das nur deshalb teuer ist, weil es einen Apfel auf der Rückseite hat." Ein mutiger Schritt in einer Branche, in der man die Kunden seit Jahren für begriffsstutzig genug hält, um für jedes Software-Update ein neues Handy zu kaufen.
Bleibt die Frage: Wird das Signature die Welt verändern? Wohl eher nicht. Aber es wird zumindest dafür sorgen, dass man beim nächsten Stammtisch nicht mehr sagen muss: "Bei mir spinnt wieder irgendwas." Sondern stattdessen: "Bei mir läuft alles smooth, und das für unter tausend Euro." Das ist in Zeiten, in denen schon ein Kaffeehaus-Besuch die Haushaltskasse belastet, fast schon revolutionär.