Der Bundesrat Martin Peterl von der SPÖ Korneuburg hat die Nerven verloren. Er traut seinen Augen nicht, als er die Pläne zur Zusammenlegung der Krankenhäuser Stockerau, Korneuburg und Hollabrunn sieht. "1.700 neue Arbeitsplätze? Woher sollen die kommen, wenn wir schon jetzt Ärzte und Pflegepersonal wie Ostereier im Versteckspiel suchen müssen?" poltert Peterl auf der Bezirksvorstandssitzung.
Aber halt! Da hat sich der Bundesrat wohl verzählt. Es sind keine 1.700 neuen Jobs, sondern 1.700 neue Wunder. Denn die ÖVP hat eine geniale Lösung für das Personalproblem: Sie lässt ihre Unterschriftenlisten auf dem Klo stehen. Und siehe da, nach ein paar Tagen wachsen dort kleine Ärztchen und Pflegerchen heran. Ganz ohne Uni, ganz ohne Ausbildung. Einfach so aus der ÖVP-Überzeugungskraft.
"Die haben doch keine Ahnung", schimpft Peterl weiter. "In über 30 Jahren beim Roten Kreuz haben wir noch nie Patienten nach Wien bringen können. Und jetzt wollen die einen Schienen-Betriebs-Wahnsinn aufbauen." Ja, lieber Martin, da hat die ÖVP wohl etwas verwechselt. Sie dachte, du wolltest sagen: "Wir können noch nie Patienten nach Wien bringen. Aber wir könnten es!" Und schwupps, ist die Idee geboren.
Der Bundesrat gibt nicht auf. "Die Kosten sind viel zu hoch", warnt er. Aber die ÖVP kennt da einen Trick. Die nehmen einfach das Geld aus der Druckerpresse und drucken neue Scheine. "Mehr Geld für mehr Gesundheit", lautet ihr Motto. Und wenn das Geld nicht reicht, drucken sie eben noch mehr. Wer braucht schon eine stabile Währung, wenn es doch so viele kranke Menschen gibt?
Peterl gibt sich geschlagen. "Ich gebe auf", seufzt er. "Wenn die ÖVP meint, sie könne aus Unterschriften Ärzte und aus Druckern Geld machen, dann sollen sie mal machen." Und so steht er da, der arme Bundesrat, und schaut zu, wie die ÖVP mit ihren magischen Kräften das Gesundheitssystem verwandelt. Von einem System, das auf Fachpersonal und Finanzen angewiesen ist, zu einem System, das auf Wunschdenken und Wunschscheine setzt.
Wer weiß, vielleicht funktioniert es ja. Vielleicht wachsen tatsächlich aus den Unterschriftenlisten Ärzte und aus den Druckern Euroscheine. Und vielleicht können wir dann tatsächlich alle kranken Menschen heilen, ohne dass es uns Geld oder Personal kostet. Eine schöne Vorstellung, nicht wahr?