Das klingt nach einem schlechten Witz: Ein 70-Jähriger will links abbiegen, übersehen einen Lkw und – PENG! – beendet seine Autofahrer-Karriere mit einem spektakulären Metall-Tango. Die Wiener Straße in Enns ist jetzt wohl die weltweit teuerste Tanzfläche.
Augenzeugen berichten, der Kleintransporter habe sich beim Aufprall in einen modernen Origami-Kranich verwandelt. Die Feuerwehr musste ihn mit speziellen Zangen aus seiner neuen Form befreien. Der Lkw-Fahrer, ein slowakischer Profi im Umgang mit schweren Geräten, stand unter Schock – vor allem weil er plötzlich einen Kunstgegenstand transportierte.
Die Polizei spricht vom "kreativsten Abbiegeversuch des Jahres". Ein Beamter sagte: "Wir haben schon viele Unfälle gesehen, aber das hier ist wie eine Performance-Kunst mit Vorfahrtsverletzung." Der 70-Jährige hatte offenbar den Spruch "Das Leben ist kein Wunschkonzert" zu wörtlich genommen und seinem Auto einen letzten Wunsch erfüllt.
Die Stadt Enns überlegt bereits, eine Gedenk-Plakette anzubringen: "Hier endete die Autofahrer-Karriere eines Mannes, der wohl zu früh aufs Gaspedal der Ewigkeit trat." Die Versicherung bietet den Hinterbliebenen übrigens eine Sonderquote an – schließlich haben sie jetzt ein Unikat im Wert von null Euro.
Der Lkw-Fahrer hat inzwischen eine neue Karriere als Crash-Test-Dummy begonnen. Er sagt, er wolle der Welt zeigen, dass auch Lastwagen eine künstlerische Ader haben. Der Kleintransporter hingegen wird als Denkmal für alle jene aufgestellt, die beim Abbiegen mal wieder die Vorfahrt vergessen haben.
Die Moral von der Geschicht: Wer mit 70 noch schneller als ein Lkw sein will, sollte vielleicht lieber mit dem Fahrrad zur nächsten Kurve fahren. Oder gleich zu Fuß – dann hat man wenigstens Zeit, den Gegenverkehr zu bewundern, bevor er einen bewundert.