Italiens Ex-Premier Bossi endlich in den Alpen gelandet - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Lega-Nord-Gründer und notorische Po-Patriot verstarb im Alter von 84 Jahren und sorgt damit nicht nur in Italien für Aufregung. Sein Wunsch nach einer Wasserbeerdigung in den Fluten des liebsten Flusses der Lega geriet zum bürokratischen Albtraum.
Die zuständigen Behörden winkten ab: "Eine Bestattung im Po ist leider nicht möglich. Das Wasser ist ohnehin schon so trüb von den ganzen Wahlversprechen der letzten Jahrzehnte." Bossis Parteifreunde forderten daraufhin eine "symbolische Beisetzung" im Schlamm des Flussbettes. Doch auch hier gab es Widerstand: Der Po-Fluss selbst meldete sich zu Wort und kündigte an, bei jeder Bestattungsaktion "kurzzeitig den Dienst zu verweigern".
Währenddessen sorgen sich die politischen Gegner in Rom um eine mögliche "Separatistenfieber-Epidemie". "Wenn wir den Norditalienern erlauben, ihren Bossi im Fluss zu versenken, fordern sie als Nächstes die Unabhängigkeit für jede einzelne Gondel in Venedig", warnte ein Parlamentarier. Andere forderten den Bau eines "Ideologiedamms" entlang der Alpen, um den Separatismus einzudämmen.
Die Lega selbst reagiert gelassen. "Wir werden Bossi in einem Spezialcontainer überführen", erklärte ein Parteifunktionär. "Wenn der Po streikt, versenken wir ihn halt im Gardasee. Oder im Kühlschrank der Parteizentrale. Der Mann hat ja schließlich nicht umsonst sein halbes Leben lang gegen die Zentralregierung in Rom gepredigt."