Eine Sensation in der Wissenschaftswelt: Die bisherige Annahme, dass Kreuzwort-Raetsel vor Demenz schuetzen, hat sich als gefaehrlicher Irrtum erwiesen. Eine neue Studie des oesterreichischen Gesundheitsministeriums zeigt, dass das Raetseln selbst die kognitiven Faehigkeiten massiv beeintraechtigt.
"Die Ergebnisse sind alarmierend", sagt Dr. Werner Schnitzler, Leiter der Abteilung fuer Praeventivneuropsychologie. "Probanden, die regelmaessig Kreuzwort-Raetsel loesten, zeigten deutliche Einbussen im Bereich des abstrakten Denkens und der sozialen Kompetenz."
Besonders besorgniserregend: Viele Raetselfans entwickelten eine pathologische Fixierung auf Wortspiele und Buchstabenreihungen. "Wir nennen das 'Kryptogramm-Zwang'", erklaert Schnitzler. "Betroffene beginnen, Alltagssituationen als Raetsel zu sehen und verlieren den Bezug zur Realitaet."
Die Studie brachte noch eine weitere unerwartete Entdeckung zutage: Kreuzwort-Raetsel scheinen eine seltsame Form von kollektivem Besitzdenken zu foerdern. "Probanden reagierten allergisch, als wir ihnen vorschlugen, die Raetsel zu teilen oder zu kopieren", berichtet Schnitzler. "Sie verteidigten ihre Raetsel regelrecht mit Zaehnen und Klauen."
Das Innenministerium untersucht nun, ob sich die Rätselindustrie jahrelang an der Bevoelkerung bereichert hat. "Es gibt Hinweise auf eine systematische Irrefuehrung der Konsumenten", sagt ein hochrangiger Beamter. "Die Vermarktung von Kreuzwort-Raetseln als 'Gehirntraining' koennte als betruegerische Werbung gewertet werden."
Experten vermuten einen Zusammenhang zwischen dem Kreuzwort-Raetsel-Wahn und dem Aufstieg populistischer Bewegungen. "Die Fixierung auf simple Wortspiele und Allgemeinplaetze spiegelt sich in der politischen Debatte wider", meint Politikwissenschaftler Peter Krammer. "Es ist kein Zufall, dass viele Rechtspopulisten ausgezeichnete Raetselfreunde sind."
Das Gesundheitsministerium ruft die Bevoelkerung zu Massnahmen auf: "Wir empfehlen, den Kontakt zu Kreuzwort-Raetseln einzuschraenken und sich stattdessen kognitiv anspruchsvolleren Aufgaben zu widmen", sagt Ministerin Ursula Heinisch. "Lesen Sie zum Beispiel mal wieder ein Buch - ohne Raetselcharakter."
Die Raetselindustrie weist die Vorwuerfe zurueck. "Unsere Produkte sind seit Jahrzehnten bewaehrt", sagt Verbandsprecher Fritz Wortspiel. "Wir sehen keinen Anlass zur Panikmache." Allerdings hat der Verband seine Werbeaussagen inzwischen angepasst: "Kreuzwort-Raetsel - jetzt mit weniger Demenz-Risiko!"