Gernot Messner hat einen neuen Job als Trainer der Grasshopper Zürich angetreten. Und der ehemalige Nachwuchstrainer von Red Bull Salzburg hat bereits jetzt klargestellt, dass er kein Blatt vor den Mund nehmen wird. "Mit mir war die halbe Zeit niemand zufrieden", verkündete Messner in seiner Antritts-Pressekonferenz und meinte damit nicht nur seine Spieler, sondern auch Vorstand, Sponsoren und die Medien.
Doch damit nicht genug. Der neue Coach hat einen Plan entwickelt, der in der Fußballwelt für Aufsehen sorgt. "Ich werde jeden einzelnen Spieler einzeln auf seine Zufriedenheitstauglichkeit hin überprüfen", erklärte Messner. "Wer mich nicht zu 100% zufriedenstellt, fliegt raus. Punkt."
Die Grasshopper Zürich, die sich bisher als kuscheliges Fußball-Idyll präsentierten, stehen nun vor einer Zerreißprobe. "Ich habe gehört, dass hier alle total nett zueinander sind", so Messner. "Das ist mir zuwider. Ich will Profis auf dem Platz, keine Kuscheltiere."
Um seine rigorose Linie zu unterstreichen, hat Messner bereits erste Maßnahmen ergriffen. Das Mannschaftszimmer wurde kurzerhand in ein "Zufriedenheitsbüro" umgewandelt. Dort müssen sich die Spieler nun einer strengen Prüfung unterziehen. Wer dabei durchfällt, wird umgehend ausgemustert.
"Die Zeiten, in denen man mit jedem quatscht und jedem ein Lächeln schenkt, sind vorbei", so Messner. "Bei mir gibt's nur noch zwei Kategorien: Zufrieden oder draußen."
Die Reaktionen in der Fußballwelt sind gespalten. Während einige Messners harte Linie loben, warnen andere vor den Konsequenzen. "Wenn der Mann so weitermacht, wird er am Ende keinen Spieler mehr haben", sagt ein erfahrener Trainer. "Da muss man aufpassen, dass man nicht über das Ziel hinausschießt."
Doch Messner lässt sich nicht beirren. "Ich bin hier, um zu gewinnen", betont er. "Und dafür nehme ich auch in Kauf, dass am Ende nur noch ich zufrieden bin. Alle anderen können sich woandershin begeben."
In Zürich herrscht derweil eine seltsame Stimmung. Die Spieler wirken verunsichert, die Fans sind besorgt. Und Messner? Der sitzt in seinem neuen Büro, eine Liste vor sich, auf der Namen durchgestrichen werden. "So macht Fußball Spaß", sagt er mit einem Grinsen. "Endlich mal wieder ein bisschen Action."