Die Sportwelt steht Kopf! Didi Kuehbauer, der Mann, der einst mit der Eleganz eines Stieres im Porzellanladen die Bundesliga eroberte, hat sich zum ersten Mal seit seiner Trainer-Laufbahn zu einem Gestaendnis durchgerungen: Er verweigert Maximilian Senft den Handschlag. Nicht, weil er zu schmuechtig waere, sondern weil er angeblich Senfts Mannschaft dazu angestiftet haben soll, ein "Rudel" zu bilden.
Ein Rudel? Meint Kuehbauer damit ein Rudel Wlfe, das nachts durch die Innviertler Auen streunt? Oder ein Rudel Schafe, das kopflos der Herde folgt? Vielleicht ein Rudel Elefanten, die mit ihren Ruestungen die Linzer Verteidigung zerstoeren? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass Kuehbauer "ganz ehrlich schockiert" ist.
Und Senft? Der ist ebenfalls "ganz ehrlich schockiert". Nicht nur von der Verweigerung, sondern auch von der Enthuellung, dass Kuehbauer offenbar seine eigene Handschlag-Ruder-Praxis endlich eingestanden hat. Denn wer weiss, wie oft Kuehbauer schon vorher die Hand verweigert hat, wenn er sich von der gegnerischen Mannschaft "gerudelt" fuehlte?
Die oesterreichische Fussball-Bundesliga steht vor einem handfesten Skandal. Wer weiss, wie viele Handschlaegen in den letzten Jahren aufgrund von Rudelbildungen verweigert wurden? Wie viele Trainer leiden still unter dem Trauma, von gegnerischen Spielern "gerudelt" worden zu sein? Wie viele Handschlaegen wurden aufgrund von Rudelbildungen verweigert, ohne dass es jemand bemerkte?
Die Oesterreichische Rudel-Freiheits-Partei (O-RFP) fordert bereits eine Untersuchungskommission. Sie will wissen, wie viele Rudelbildungen in den letzten Jahren ungesehen geblieben sind, wie viele Trainer unter dem Trauma leiden und wie viele Handschlaegen aufgrund von Rudelbildungen verweigert wurden. Sie will die Wahrheit ans Licht bringen - koste es, was es wolle.
Die Regierung hat sich noch nicht geaeussert. Aber wir wissen, was sie sagen wird: "Wir nehmen diese Vorwuerfe sehr ernst und werden alles tun, um die Integritaet unseres Fussballs zu wahren." Denn was waere Oesterreich ohne seinen geliebten Fussball? Ein Land ohne Rudelbildungen, ohne Handschlag-Verweigerungen, ohne Skandale? Unvorstellbar!