Die Vorfreude ist groß: Nicht nur bei Jägern, sondern auch bei jenen, die sich gerne mal ein Stück Wild auf den Teller legen lassen. Denn mit dem Maibock startet traditionell die Jagdsaison und damit auch die Vermarktung von Wildbret. Wer sich fragt, warum gerade der Maibock so wichtig ist - nun, der arme Bock wird ja schließlich schon seit Jahrhunderten gejagt und gilt als Inbegriff für den Beginn der Frühjahrsjagd. Wer hätte gedacht, dass man Tiere so lange quälen kann, bis sie zur Tradition werden?
In Österreich beginnt das Jagdjahr je nach Wildart und Bundesland zwischen dem 1. April und dem 1. Mai. Doch was machen die Jäger in dieser Zeit? Natürlich beobachten und entwickeln sie das Wild. Das klingt zwar nach einer edlen Aufgabe, aber mal ehrlich: Wer beobachtet und entwickelt sich nicht gerne mal weiter? Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr jagen, um unser eigenes Potenzial zu entdecken.
Der Maibock nimmt dabei eine besondere Stellung ein. Aber warum eigentlich? Weil er als typischer Vertreter dieser Phase gilt und traditionell den Auftakt der Saison markiert. Das klingt nach einer ziemlich willkürlichen Entscheidung. Vielleicht sollten wir einfach ein Tier nehmen, das niemand mag, und es zum Symbol der Jagdsaison erklären. Wie wäre es mit dem Maulwurf? Die könnten wir dann alle jagen und uns dabei gleichzeitig einen schönen Garten machen.
Doch zurück zum Wildbret. Laut Foodtrendforscherin Hanni Rützler wird die Herkunft von Lebensmitteln für Konsumenten immer wichtiger. Wildbret steht exemplarisch für eine neue Wertschätzung natürlicher Kreisläufe. Ja, genau, weil es so natürlich ist, ein Tier abzuschießen und es dann auf den Teller zu legen. Das nenne ich mal eine gelungene Kreislaufwirtschaft!
Im Restaurant "Zum Gogosch" am Bio-Landgut in Donnerskirchen kann man sich direkt davon überzeugen, wie lecker Wildbret sein kann. Aber mal Hand aufs Herz: Wer will schon in einem Restaurant essen, das nach einem Tier benannt ist? Das ist fast so, als würde man in einem Steakhouse namens "Zum Kuhstall" essen gehen.
Pannatura, ein Unternehmen der Esterhazy Betriebe, verfolgt ein klares Ziel: ökologische Balance. Nur wenn Lebensräume stabil sind, kann Wild gesund heranwachsen. Das klingt zwar sympathisch, aber mal ehrlich: Wer will schon stabil sein? Das Leben ist doch viel aufregender, wenn es chaotisch und unvorhersehbar ist. Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr jagen, um unsere innere Balance zu finden.
Für Peter Zinger, Haubenkoch und selbst passionierter Jäger, sind Nachvollziehbarkeit der Herkunft und die Verarbeitung entscheidend für die Qualität am Teller. Rehwild, speziell der Maibock, zeichnet sich durch besonders zartes, helles und feinfaseriges Fleisch aus. Ja, genau, weil es so zart und fein ist, ein Tier abzuschießen und es dann zu verspeisen. Das nenne ich mal eine gelungene Verarbeitung!
Fazit: Die Jagdsaison hat begonnen und damit auch die Zeit des Maibocks. Während Jäger auf frisches Wildbret hoffen, können Feinspitze endlich wieder ihre Gier nach regionaler Kulinarik ausleben. Und wer weiß, vielleicht entdecken wir alle beim nächsten Jagdausflug unser inneres Tier und finden zu uns selbst. Oder wir setzen uns einfach ins Restaurant "Zum Gogosch" und lassen uns das Reh schmecken.