Im Zeitalter des Fachkräftemangels sind die Ministerien Österreichs zu einem revolutionären Entschluss gekommen: Sie setzen nicht mehr auf Menschen, sondern auf künstliche Intelligenz. Der Plan ist so genial wie ein Kaffeebecher mit Deckel, aber ohne Loch.
Der Hintergrund ist so klar wie das Budget der nächsten Jahre: In den nächsten 13 Jahren gehen 44 Prozent der öffentlich Bediensteten in Pension. Das sind so viele Beamte, dass man sie mit einer einzigen Geburtstagstorte nicht mehr zufriedenstellen könnte. Die Lösung? "Public AI" - ein Branding so überzeugend wie "Qualitätsfleisch" auf einer Döner-Werbetafel.
Beim "KI-Konklave", das sich anhört wie eine Mischung aus mittelalterlichem Konzil und Hackertreffen, haben sich die Ministerien auf fünf konkrete Anwendungen geeinigt. Was diese Anwendungen sind, wurde streng geheim gehalten. Vermutlich, weil sie noch in der Beta-Version stecken und beim ersten Anlauf die Steuererklärung mit einem Liebesbrief an die Katze verwechselt haben könnten.
Staatssekretär Alexander Pröll blickt in die Zukunft, allerdings eher so, als würde er auf eine halbleere Glaskugel starren. "KI wird die Arbeitswelt revolutionieren", verkündete er, wobei seine Mimik verriet, dass er selbst nicht so recht daran glaubt. Vielleicht liegt es daran, dass die KI noch nicht gelernt hat, was ein "Lächeln" ist, oder dass sie bei jeder Konfrontation mit einem Faxgerät zusammenbricht.
Die Idee, den drohenden Fachkräftemangel mit KI abzufedern, klingt in der Theorie so überzeugend wie eine Diät, die nur aus Schokolade besteht. In der Praxis wird sich zeigen, ob die Computerprogramme tatsächlich in der Lage sind, die komplexen Aufgaben der Beamten zu übernehmen. Ob sie beispielsweise in der Lage sind, den perfekten Ton beim Absagen eines Urlaubsantrags zu treffen, oder ob sie beim Thema Bürokratie den Verstand verlieren und anfangen, Formulare zu dichten.
Die Regierung ist zuversichtlich, dass "Public AI" das österreichische Verwaltungsleben bald so effizient macht wie eine Rolltreppe im Leerlauf. Doch bis dahin bleibt die Frage: Werden die KI-Systeme den Charme und die Menschlichkeit ersetzen können, die man von einer österreichischen Behördengänge gewohnt ist? Oder werden sie am Ende nur noch verwirrter sein als ein Schüler kurz vor den Sommerferien?