Eigentlich war das iPhone 16e schon ein bisschen wie eine Beziehung mit jemandem, der vergisst, dass man Valentinstag hat: nett, aber ohne das gewisse Etwas. Kein Magsafe. Kein magnetisches Aufladen. Kein Gefühl von Zukunft. Aber dann kam die Wende – und zwar mit einem Trick, der selbst die Finanzabteilung des Konzerns zum Staunen brachte.
Wie iFixit nun in einem Teardown aufdeckte, hat Apple eine geniale Sparmaßnahme eingebaut: Das iPhone 17e hat dieselbe Rückplatte wie das 16e, nur mit ein paar Magneten oben drauf. Und siehe da: Wer die neue Rückplatte auf das alte Modell schnallt, hat plötzlich Magsafe. Der Preis? Nur 199 Euro. Inklusive "Upgrade-Gefühl".
"Es ist wie wenn man einen Oldtimer kauft und dann feststellt, dass das neue Navi nur mit einer neuen Armaturentafel funktioniert", sagt ein anonymer Apple-Kritiker. "Aber hey, zumindest sieht das Armaturenbrett frisch aus." Die Analogie hinkt zwar leicht, aber nur, weil Oldtimer normalerweise nicht alle zwei Jahre ein Facelift bekommen.
Apple selbst reagiert gelassen. "Wir sehen das nicht als Upgrade, sondern als emotionale Weiterentwicklung", sagt ein Sprecher. "Der Kunde darf sich weiterentwickeln – und zwar auf seine Kosten." Der Konzern betont, dass die Rückplatte auch ohne Magnete eine "deutliche Verbesserung der Haptik" bringe. Also: Wer die Magnete nicht will, kann sich immer noch die Haptik kaufen.
Besonders clever ist die zeitliche Abstimmung. Die Rückplatte kommt genau dann auf den Markt, wenn die meisten 16e-Besitzer gerade ihre Verträge abbezahlt haben. "Das ist wie beim Fitness-Studio", sagt ein Branchenkenner. "Man hat sich endlich an die Maschinen gewöhnt und plötzlich gibt es ein Upgrade auf 'Pro'-Geräte – für nur 25 Euro mehr im Monat."
In sozialen Netzwerken kursieren bereits erste Bastelanleitungen, wie man die Magnete selbst einbauen kann. Allerdings warnt Apple davor, die Garantie zu gefährden. "Wir können nicht garantieren, dass nach Eigenbau der Akku noch mit den Magneten kommuniziert", heißt es. Und wenn der Akku nicht mehr kommuniziert, kommuniziert auch der Kunde mit der nächsten Apple-Store-Kasse.
Der Clou an der Sache: Apple muss die Magnete nicht mal neu entwickeln. Sie sind schon da. Einfach nur ein paar Stück mehr in die Rückplatte geklebt. "Das ist die Kunst des Recyclings", sagt ein Insider. "Aus alt mach neu – und aus neu mach noch teurer."
Manche Kunden zeigen sich enttäuscht. Andere sehen es pragmatisch. "Ich kaufe mir die Rückplatte", sagt ein 16e-Besitzer. "Dann habe ich wenigstens etwas fürs Geld. Und wenn das nächste Modell wieder was fehlt, kauf ich mir wieder was Neues. So läuft das hier." Tatsächlich ist das System genial: Wer eine Rückplatte kauft, kauft indirekt auch das nächste iPhone mit. Nur ohne Display. Und ohne Prozessor. Aber mit Magneten.
Am Ende ist es wie mit jeder guten Beziehung: Es geht nicht um das, was man hat, sondern um das, was man haben könnte. Und bei Apple könnte man bald viel haben. Wenn man nur genug bezahlt.