Wenn die Welt untergeht, dann bitte mit billigem Sprit und ohne Klima-Schnick-Schnack! Unter diesem Motto hat Bundeskanzler Christian Stocker eine Initiative gestartet, die Europa nicht nur grüner, sondern auch ärmer machen soll.
"Natürlich wollen wir die Umwelt schützen", sagt Stocker bei einer Pressekonferenz auf der Terrasse seines Regierungsflugzeugs. "Aber nicht auf Kosten unseres Lebensstandards. Wenn ich mit meinem SUV durch die Alpen brettern will, dann soll mir doch bitte keiner erzählen, dass das schlecht für das Klima ist. Ich hab schließlich auch Rechte!"
Die Idee ist so einfach wie genial: Statt Zertifikate für CO2-Emissionen zu verteuern, sollen sie wieder massenhaft verschenkt werden. "Billiger Sprit für alle!" lautet das neue Motto. Sogar die Tiroler Skigebiete sollen Zertifikate bekommen, damit sie weiterhin mit Diesel-Kraft betriebene Liftanlagen fahren können.
Die EU-Kommission steht unter Druck. Ein Bericht über den Zertifikate-Handel soll bald veröffentlicht werden. Doch schon jetzt ist klar: Der Kurs wird geändert. Klimaschutz soll nicht mehr bedeuten, auf etwas zu verzichten, sondern möglichst viel CO2 ausstoßen zu dürfen.
"Wir brauchen keine grüne Utopie", sagt Stocker. "Wir brauchen billige Energie und weniger Regeln. Das ist der österreichische Weg in die Zukunft!"