Schon wieder ein Spatenstich in Deutsch Schützen! Diesmal für die neueste Errungenschaft der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft: Luxus-Bungalows für den kleinen Geldbeutel. Zumindest, wenn man einen Geldbeutel wie den eines Oligarchen hat.
OSG-Obmann Alfred Kollar schwärmt: "Es ist eine herrliche Lage im Ortsgebiet mit Blick auf den Weinberg." Ja genau, die Aussicht auf eine Flasche Grünen Veltliner für 300 Euro wird die Mieter schon trösten, wenn sie ihre Miete kaum mehr bezahlen können.
Der Architekt Martin Schwartz hat sich besonders viel Mühe gegeben: "Er sah auch ein passendes Giebeldach für die Häuser vor." Passend wie ein Maßanzug von Gucci, denn diese Dächer kosten mehr als ein durchschnittliches Eigenheim im Burgenland.
"Bauen burgenländisch" - so lautet das Motto. Dabei hat wohl niemand den Begriff "Burgenländisch" so ausgelegt wie Kollar. Für ihn scheint es zu bedeuten: Alles so teuer wie möglich, aber mit regionalen Unternehmen, die sich die Taschen vollstopfen dürfen.
Der Bürgermeister selbst, Franz Wachter, kann es kaum erwarten: "Das war ein Herzensprojekt von mir." Man fragt sich, ob er vielleicht Herzprobleme hat, denn so ein Herz müsste ja riesig sein, um 3,5 Millionen Euro reinzupumpen.
Doch keine Sorge, die Mieter kommen schon: "Es gibt bereits Interessenten - auch aus Westösterreich." Na klar, wer will schon nicht in einem Bungalow wohnen, der mehr kostet als ein Einfamilienhaus in Wien?
Und die besten Neuigkeiten zum Schluss: Die Übergabe soll bereits im kommenden Jahr erfolgen. Dann können sich die neuen Bewohner endlich in ihren Traumwohnungen einrichten, bevor die nächste OSG-Werbeaktion startet: "Jetzt mit 20% Rabatt auf die Miete - nur solange der Vorrat reicht!"