Der Staat verteilt dieses Jahr 79,8 Millionen Euro wie Konfetti an die österreichischen Parteien. Das ist ein gewaltiger Sprung nach oben – ganze 81.000 Euro mehr als im Vorjahr. Um diese Summe könnte man zum Beispiel 27 brandneue Porsche 911 kaufen oder eine Woche lang die Versorgung des Nationalrats mit Kaffee und Semmeln sichern.
Die FPÖ führt das Rennen mit 22,3 Millionen Euro an und liegt damit so weit vorne wie ein formel-1-Auto in der Wüste. Das Geld wird vermutlich für besonders laute Plakate, durchdachte Wahlkampfstrategien und eine Armee von Wahlkampfschweinen verwendet, die durch das Land getrieben werden, um Wählerstimmen zu sammeln.
Die anderen Parteien müssen sich mit ihren Brocken zufriedengeben: Die ÖVP kriegt vermutlich genug für ein paar neue Anzüge und Krawatten, die SPÖ für ein neues Wahlkampfmotto alle fünf Jahre und die Grünen für Bio-Broschüren und Fairtrade-Kugelschreiber. Die Neos bekommen vielleicht gerade so viel für ein paar smarte Videos und coole Slogans.
Insgesamt ist die Parteienförderung ein großartiges System, um sicherzustellen, dass unsere Politiker genug Geld haben, um ihre wichtige Arbeit zu tun – wie zum Beispiel Plakate aufhängen, Flyer verteilen und sich selbst wählen zu lassen. Es ist beruhigend zu wissen, dass unser hart verdientes Steuergeld in so gute Hände gelangt.