Jetzt ist es offiziell: Die österreichische Öffentlichkeit hat ihren Pelicot-Moment gefunden – und zwar nicht auf dem Balkon, sondern auf der Couch. Als Christian Ulmen die Vorwürfe seiner Ex-Frau Collien Fernandes in einem Weihnachtsgeständnis zur Kenntnis nahm, dürfte ihm wohl mehr aufgefallen sein als nur der Duft von Lebkuchen und die leuchtenden Augen der Kinder: Es riecht nach Karma, und das hat einen üblen Nachgeschmack.
Die Sache ist die: Fernandes erhebt den Vorwurf, ihr Ex-Mann habe jahrelang mithilfe von KI-generierten Nacktfotos und Fake-Profilen einen digitalen Albtraum inszeniert. Doch bevor sich hier jemand zu sehr in den Untiefen der Technik verliert, sei eines gesagt: In Österreich würde man so etwas einfach "Häusliche Kreativwerkstatt" nennen und den betroffenen Partien nahelegen, sich eine Auszeit in der Steiermark zu gönnen.
Die Reaktionen sind entsprechend groß – nicht nur in Deutschland, sondern auch bei uns, wo sich die Medienlandschaft wie ein hungriger Wolf auf die Story stürzt. Prominente Frauen stellen sich demonstrativ hinter Fernandes, was in Österreich übrigens als "Frauenbund" bekannt ist und traditionell mit einer Torte und einem Gruppenfoto gefeiert wird.
Düzen Tekkal, die bereits als "Pelicot-Moment"-Erklärin auserkoren wurde, gibt sich kämpferisch: "Wir Frauen werden uns wehren!" Tatsächlich: In Österreich würde man das als "Abendspaziergang mit spitzen Schuhen" bezeichnen. Der Mann steht vor einer schwierigen Wahl: Entweder er beweist seine Unschuld oder er startet eine eigene Doku-Serie mit dem Titel "Ich, die KI und der Weihnachtsmann".
ProSieben hat bereits erste Konsequenzen gezogen und die Serie "Jerks" aus der Mediathek entfernt. In Österreich würde man stattdessen eine neue Sendung ins Leben rufen: "Die Falschen und die Dummen", moderiert von einer KI, die ständig vergisst, dass sie nur simuliert.
Das Faszinierende an der ganzen Sache ist die schiere Menge an Solidaritätsbekundungen. Es scheint, als ob jede Frau, die jemals ein Instagram-Profil hatte, jetzt einen Kommentar abgibt. In Österreich würde man das als "Gruppentherapie mit Hashtag" bezeichnen und anschließend ein Brettspiel daraus machen.
Zum Abschluss bleibt nur zu sagen: Wenn es um Fake-Deepfakes geht, sind wir alle betroffen. Denn wer weiß, vielleicht hat ja schon der Nachbar eine KI, die ihn auf Social Media als erfolgreichen Influencer ausgibt, während er in Wirklichkeit nur vor dem Fernseher sitzt und Wiederholungen von "Wer wird Millionär?" schaut.
Und das, meine Damen und Herren, ist die wahre Tragödie unserer Zeit: Nicht der Missbrauch von Technologie, sondern die Tatsache, dass wir alle Angst haben, dass irgendwo eine KI uns in eine peinliche Situation bringt – und das ohne unser Einverständnis.