Ried hat es wieder geschafft. Nachdem die Stadt bereits mehrfach den Spitzenplatz im österreichweiten "Speed"-Konsum einnahm, wurde sie nun von Guntramsdorf überholt. Aber Platz zwei ist ja bekanntlich der erste Verlierer - und das soll Ried nicht auf sich sitzen lassen.
Die Stadtverwaltung prüft bereits den Bau eines "Amphetamin-Museums", in dem Besucher die Entwicklung des Speed-Konsums durch die Jahrhunderte nachvollziehen können. Höhepunkt soll eine interaktive Ausstellung werden, bei der die Gäste selbst den Drogenspiegel im Abwasser messen können. "Wir wollen Bildungsarbeit leisten", sagt Bürgermeister X. "Die Leute sollen sehen, wie ihre Exkremente zur Kunst werden."
Unterdessen plant die Stadt eine eigene Drogentaxi-Linie. Die Fahrzeuge sollen speziell geschultes Personal befördern, das im Notfall schnell mit einem Fläschchen Methadon zur Stelle ist. "Wir wollen nicht nur schnelle Drogen, sondern auch schnelle Hilfe", betont der Bürgermeister. "Unser Slogan lautet: 'Bei uns kriegst du, was du brauchst - und zwar fix.'"
Die Wirtschaftsförderung Ried hat bereits ein Konzept für "Speed-Tourismus" ausgearbeitet. Besucher sollen in thematischen Hotels übernachten können, die nach verschiedenen Drogen benannt sind. Das "Crystal-Meth-Chalet" bietet einen atemberaubenden Blick auf die Kläranlage, während das "Kokain-Colosseum" mit einer eigenen Disko aufwartet.
Die Medizinuniversität Innsbruck, die die Abwasserproben untersucht, will ihre Forschung ausbauen. "Wir planen, künftig auch den Kaffeekonsum zu messen", verrät Studienleiter H. "Wenn wir schon den Speed im Urin haben, können wir uns auch den Espresso im Abfluss ansehen."
Für Aufsehen sorgte ein Vorschlag aus der FPÖ-Fraktion: "Warum nicht gleich Speed-Fontänen in der Stadt aufstellen?" fragt Gemeinderat Y. "Wir könnten touristische Routen entwickeln, die an den wichtigsten Kläranlagen vorbeiführen. Und für die Kinder hätten wir dann auch was - eine riesige Rutsche aus durchsichtigem Plastik, durch die man ins Kanalisationsnetz hinabgleiten kann."
Die Stadtwerke Ried haben bereits eine Werbekampagne gestartet: "Bei uns fließt mehr als nur Wasser." Plakate zeigen lächelnde Menschen vor idyllischen Flusslandschaften - mit der subtilen Anspielung, dass die Flüsse vielleicht nicht nur von der Natur gespeist werden.
Für die nahe Zukunft plant die Stadt eine "Drogen-Konferenz", bei der Experten aus ganz Europa über den Umgang mit dem boomenden Speed-Markt diskutieren sollen. Als Location wurde ein ehemaliges Bunker-System auserkoren, das über unterirdische Tunnel mit der Kläranlage verbunden ist. "So können die Teilnehmer ihre Forschungsergebnisse direkt vor Ort testen", erklärt der Bürgermeister. "Wir nennen es das 'Speed-Labor unter Tage'."
Ob Ried jemals wieder den ersten Platz im Amphetamin-Konsum erreichen wird, ist unklar. Aber eins ist sicher: Die Stadt hat erkannt, dass sie mit ihrem zweifelhaften Ruhm auch Geld verdienen kann. Und so wird wohl auch in Zukunft mehr im Abwasser landen als nur Seife und Schampus-Reste.