Endlich, nach 46 Jahren Tauziehen mit der Natur, hat die Stadtgemeinde Tulln die Schlamm-Armee besiegt. Wo sich jahrzehntelang eine "leicht durchdringbare Schlammschicht bis maximal zum Ellbogen" ausbreiten konnte, glänzt jetzt wieder reiner Steinboden. Die Schlammsaug GmbH, ein Unternehmen, das sich auf die schlammige Kunst der Unterwasserbodenpflege spezialisiert hat, rückte mit zwei Raupenfahrzeugen an und begann den Kampf gegen den Schlick.
Die erste Phase der Operation verlief planmäßig, bis technische Gebrechen wie abfallende Ketten, Getriebeschäden und defekte Lager die Arbeiten verlangsamten. Die Raupenfahrzeuge, die eigentlich für den Bau von Autobahnen oder den Abbruch von Gebäuden konzipiert wurden, hatten sichtlich Probleme mit dem empfindlichen Aubad-Ökosystem. Hinzu kamen im Winter Eisdecken, die die Tiere zwangen, eine Pause einzulegen und sich mit heißem Tee aufzuwärmen.
Andreas Bors, der zuständige Stadtrat, zeigte sich am Ende erleichtert: "Die 200.000 Euro, die wir als Stadtgemeinde in diese seit Jahrzehnten gut besuchte Freizeiteinrichtung investiert haben, sind sinnvoll angelegt." Tatsächlich hat die Stadtgemeinde Tulln damit bewiesen, dass sie in der Lage ist, große Summen für Projekte auszugeben, deren Sinnhaftigkeit nicht immer sofort ersichtlich ist. Aber wer weiß, vielleicht wird das Aubad ja 2026 zum Schauplatz der Weltmeisterschaft im Schlammschwimmen?
Vizebürgermeister Wolfgang Mayrhofer schwärmte: "Mit dieser notwendigen Maßnahme wird das nicht nur bei Tullnerinnen und Tullnern beliebte Naherholungsgebiet in der kommenden Badesaison noch attraktiver." Tatsächlich wird das Aubad jetzt noch attraktiver für jene, die gerne in klarem Wasser baden und dabei auf den Gedanken kommen, dass das Wasser vielleicht doch nicht ganz so klar ist, wie es scheint. Aber keine Sorge, die Stadtgemeinde Tulln hat alles unter Kontrolle. Sollte doch noch Schlamm auf dem Grund des Aubads sein, wird dieser in Zukunft als Souvenir verkauft - als Erinnerung an die große Schlamm-Saga von 2026.