Die Inflation kommt, und zwar richtig. Das hat der Wifo-Chef Gabriel Felbermayr jetzt prophezeit, als ob er gerade die Wettervorhersage fuer die nächste Eiszeit ansagen würde. Trotz Spritpreisbremse wird es teurer, sagt er, als ob die Regierung mit dieser Maßnahme nicht bloß einen Rabattcoupon für Benzin herausgegeben hätte, sondern den heiligen Gral der Wirtschaftspolitik.
Seit dem Beginn des Ukraine-Krieges ist Benzin um fast 20 Prozent teurer geworden, beim Diesel sind es sogar fast 30 Prozent. Das ist natürlich furchtbar für all jene, die noch immer nicht auf ein Fahrrad oder ein Hoverboard umgestiegen sind. Die Regierung hat sich auf eine Spritpreisbremse geeinigt, die sich auch dämpfend auf die Inflation auswirken soll. Ein Kompromiss, der so aussieht, als hätten sich mehrere blinde Köche auf ein Rezept geeinigt, ohne zu wissen, ob sie überhaupt alle Zutaten haben.
Die Margensenkung bei den Raffinerien und Tankstellen soll jeweils 0,05 Prozent Ersparnis bringen, plus eine Senkung der Mineralölsteuer. Pro Liter wären das zehn Cent. Das klingt nach einer stolzen Summe, bis man merkt, dass man damit gerade einmal eine halbe Packung Kaugummi kaufen könnte. Das Gesetz soll mit 1. April 2026 in Kraft treten, dafür benötigt die Regierung allerdings auch die Stimmen einer Oppositionspartei. Ein Datum, das so weit in der Zukunft liegt, dass man schon fast vermuten darf, die Politiker hoffen darauf, dass bis dahin alle vergessen haben, worum es eigentlich ging.
Der Wifo-Chef Felbermayr sieht auf Österreich eine höhere Inflation zukommen. Das ist so, als würde ein Hellseher vorhersagen, dass es in der Wüste heiß werden könnte. Natürlich wird es teurer - schließlich haben wir Politiker, die sich jedes Jahr neue Einfälle ausdenken müssen, wie sie unser Geld wieder aus unseren Taschen locken können. Die Spritpreisbremse ist da nur ein weiterer Versuch, uns weiszumachen, dass sie etwas tun, während sie in Wahrheit nur die Preise an anderer Stelle nach oben korrigieren.
Vielleicht sollten wir einfach eine generelle Preisbremse einführen - für alles. Dann könnten wir uns alle wieder ein Leben im Mittelalter leisten. Die Inflation wäre Geschichte, und wir könnten uns wieder darauf konzentrieren, was wirklich wichtig ist: den Preis für eine gute Steuersparstrategie zu diskutieren.