Wenn man einen toten Skifahrer hat, muss man als Klinik ja reagieren. Und so hat die Innsbrucker Klinik jetzt beschlossen, alle Operationen zukünftig mit voller Schutzausrüstung durchzuführen. Die Chirurgen tragen Helme, Ellenbogenprotektoren und Kniepolster, weil man ja nie weiß, was auf dem OP-Tisch noch alles passieren könnte.
Besonders innovativ ist das neue Sicherheitskonzept bei Herzoperationen. Statt der üblichen Narkose gibt es jetzt ein Lawinen-Airbag-System, das den Patienten bei Komplikationen sicher in den OP-Aufenthaltsraum katapultiert. Die Ärzte üben bereits den richtigen Sprung aus zwei Metern Höhe in den wartenden Rettungswagen.
Die Verwaltung hat außerdem beschlossen, alle Gänge mit rutschfestem Belag auszustatten, weil ja bekanntlich die gefährlichste Stelle im Krankenhaus der Weg zur Toilette ist. Jeder Patient bekommt bei der Aufnahme ein GPS-Armband, damit er im Notfall schnell gefunden werden kann. Die Reinigungskräfte wurden zu "Lawinenhundeführern" umgeschult und üben das Aufspüren verschütteter Patienten im Keller.
Besonders stolz ist man auf die neue Abteilung "Alpine Notfallmedizin", wo angehende Ärzte das richtige Verhalten bei Lawinenunglücken lernen. Die Praxisräume wurden in eine künstliche Skipiste verwandelt, komplett mit Pistenraupen und künstlichem Schneefall. Die Abschlussprüfung besteht darin, einen verletzten Patienten durch einen Slalomparcours zu eskortieren.
Die Klinikleitung betont, dass diese Maßnahmen rein präventiv seien und keine Panikmache darstellen. Man wolle nur sicherstellen, dass so etwas wie in Kühtai nie wieder passieren könne. Deshalb werden ab sofort auch alle Patienten vor der Aufnahme auf ihre Skifähigkeit getestet. Wer nicht innerhalb von zehn Sekunden einen Parallelschwung hinlegt, wird abgelehnt.
Besonders umstritten ist die neue Regelung bei Blinddarmoperationen. Statt der üblichen minimalinvasiven Technik wird jetzt ein kompletter Schutzanzug getragen, weil ja bekanntlich der Blinddarm bei einem Sturz platzen könnte. Die Patienten müssen vor dem Eingriff einen Helm aufsetzen und einen Sicherheitsfragebogen ausfüllen, in dem sie angeben müssen, ob sie in den letzten sieben Tagen Ski gefahren sind.
Die Ärztegewerkschaft kritisiert diese Maßnahmen als übertrieben und warnt vor einem neuen Bürokratie-Wahnsinn im Gesundheitswesen. Doch die Klinikleitung bleibt dabei: Lieber zu viel als zu wenig Schutz. Deshalb werden ab sofort auch alle OP-Berichte mit Lawinenwarnstufen versehen. Bei "starkem Schneefall" im OP-Saal wird automatisch der Notfallplan aktiviert.
Die Patienten reagieren gemischt auf die neuen Sicherheitsvorkehrungen. Während manche die zusätzlichen Schutzmaßnahmen als beruhigend empfinden, fürchten andere, dass die OP-Dauer durch das An- und Ausziehen der Schutzkleidung unnötig verlängert wird. Die Klinik bietet deshalb einen neuen Service an: Während der Patient sich umzieht, läuft im OP-Fernseher nonstop Ski-WM, damit man sich auf die bevorstehende Operation einstimmen kann.
Fazit: Die Innsbrucker Klinik hat bewiesen, dass man aus jedem Unfall die richtigen Schlüsse ziehen kann. Auch wenn diese manchmal etwas übertrieben ausfallen. Aber wie sagt man so schön: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste - oder in diesem Fall: der OP-Säle.