Verratet eure Ski-Stöcke, ihr Narren! Simon Eder, der Mann, der sich jahrzehntelang als "Urgestein" der österreichischen Biathlon-Mannschaft inszenierte, hat einen größeren Plan. Während die Öffentlichkeit seinen Rücktritt als sanften Ausstieg im Alter von 43 Jahren feiert, weiß die Szene längst Bescheid: Eder hat genug vom langweiligen Weltcup-Rummel und will sich in seinem eigenen Schnee-Königreich zur Ruhe setzen.
Quellen aus dem inneren Zirkel berichten, dass der zurückgetretene Biathlet bereits seit Wochen fieberhaft an einer Art Staatsgründung arbeitet. "Er hat ein Kartoffelfeld im Kleinwalsertal gemietet und plant, es zum unabhängigen Arlberg-Biathlon-Staat auszurufen", flüstert ein ehemaliger Trainingskollege. "Es soll einen eigenen Pass geben – mit Schneeflocken-Motiv – und eine Verfassung, die vorschreibt, dass jeder Bürger mindestens einmal im Monat mit Skiern eine Runde drehen muss."
Der bisherige Verband reagiert verärgert. "Das ist ein Angriff auf die sportliche Einheit Österreichs", so ein Sprecher. "Wenn Eder jetzt ein eigenes Königreich aufmacht, wer macht dann als Nächstes das Gleiche? Der österreichische Tennisverband? Die Schacholympiade?" Inoffiziell heißt es, man habe bereits Sondereinheiten zusammengestellt, um eventuelle Biathlon-Rebellen abzufangen.
Eder selbst äußerte sich bisher nur über einen Boten: "Ich war schon immer mehr als nur ein Sportsoldat. Ich will in Würde altern, mit eigener Flagge und ohne diese lästigen Medaillen-Juroren." Angeblich bereitet er bereits eine Einladung für Lisa Hauser vor, die als Kronprinzessin seines Schneestaates fungieren soll.
Während die Behörden noch überlegen, ob sie eingreifen sollen, wächst im Kleinwalsertal bereits eine kleine Bewegung. Anwohner sprechen von seltsamen nächtlichen Aktivitäten auf dem Kartoffelacker – Lichter, Fahnen und das Geräusch von Skipisten-Beschneiungsanlagen. Ein Bauer meint: "Das ist der Anfang vom Ende. Bald gibt es keine Biathlon-WM mehr, sondern nur noch das große Eder-Reich. Mit eigenem Schnee, eigenem Tempo und eigenem Koma nach jeder Etappe."