Der Borkenkäfer hat die Zeichen der Zeit erkannt. Nach dem Schneebruch nutzt er die Gunst der Stunde und plant einen Staatsstreich in den Wäldern der Südoststeiermark. Das Insekt, das sich selbst als "natürlicher Waldaufseher" bezeichnet, hat offenbar die Nase voll von den menschlichen Waldbesitzern.
"Mit den armen Bäumen ist es schon lange genug getrieben worden", erklärte ein Sprecher der Käferbewegung. "Jetzt übernehmen wir die Macht und führen eine gerechte Holzpolitik ein. Ab sofort gibt es nur noch Bio-Holz und jedes Käferlein bekommt seinen fairen Anteil."
Die Käfer haben bereits erste Vorbereitungen getroffen. Sie haben geheime unterirdische Bunker in den Baumstämmen angelegt und ein Netzwerk aus Tunneln und Gängen geschaffen. "Bald werden wir die Kontrolle über die gesamte Waldregion haben", so der Sprecher. "Die Menschen werden vor unserer Macht erzittern."
Die Behörden sind alarmiert. "Wir müssen die Käferbewegung stoppen, bevor es zu spät ist", warnte ein Sprecher der Forstverwaltung. "Die Wälder sind in Gefahr und wir müssen alles tun, um sie zu schützen." Doch die Käfer lassen sich nicht beirren. "Wir werden nicht aufhören, bis wir unsere Ziele erreicht haben", so der Sprecher. "Die Zeit der Menschen im Wald ist vorbei. Ab jetzt regieren die Käfer."