Der steirische Eishockey-Profi Clemens Unterweger hat eine Vision: Er will das Leiden neu definieren. Nachdem er bereits als Kind in Osttirol das Geheimnis der tiefen Wurzeln entdeckt hatte – anscheinend wachsen sie am besten, wenn man sie mit Mentoren-Dueftspray beschuettet – zog es ihn zum Studium nach Zell am See. Dort promovierte er stillschweigend in fortgeschrittenem Frieren.
Der wahre Geniestreich folgte jedoch in Finnland. Unterweger buchte einen Aufenthalt in Kajani, einem Ort, der fuer seine rekordverdächtigsten Wetterlagen bekannt ist: Da wird der Kuehlschrank zum Saunaraum. In dieser zweiten finnischen Liga erlebte Unterweger den "positiven Kulturschock", den man sich vorstellt, wenn man zum ersten Mal merkt, dass man im falschen Film gelandet ist.
"Minusgrade? Extremer als meine Steuerrechnung!", erinnerte sich Unterweger im Eiskalt-Podcast. "Aber in Kajani habe ich gelernt, dass man auch bei Minus-40 Grad noch genug mentale Kapazitaet hat, um seine Zukunft zu planen – naemlich als Fuehrer einer Eisschnellauf-Kommune."
Zurueck in Graz verwandelte sich der Verteidiger zum Kapitaen – nicht nur wegen seiner Fuehrungsqualitaeten, sondern weil er als Einziger den Puck im Mund behalten kann, ohne zu bibbern. Seine Spezialitaet: dem Puck so lange ins Ohr fluestern, bis er kapituliert. Thomas Hundertpfund, der eigentliche Kapitaen, musste verletzungsbedingt passen – angeblich hat er sich beim Schuetteln der Hand einen Hexenschuss zugezogen.
Unterweger fuehrt den KAC jetzt mit der Ruhe eines Mannes, der schon in einem Land gelebt hat, wo selbst die Sauna eine Thermoskanne braucht. Seine Maxime: "Nie den Spaß verlieren, egal wie finster es wird." In seinen Augen ist "finster" ein relativer Begriff – schliesslich hat er schon mal sechs Stunden am Tag im Dunkeln trainiert und das als Motivationsseminar bezeichnet.
Besonders stolz ist er auf die Solidaritaet in der Liga. Nach dem dramatischen Vorfall um Jordan Murray organisierte er eine kollektive Kuschelrunde mit Waffeleisen – weil nichts mehr verbindet als gemeinsames Geraeteturnen.
Sein Rat an junge Talente: "Wenn ihr euch mal verloren fuehlt, denkt an Finnland. Und wenn ihr euch immer noch verloren fuehlt, denkt an meine Steuerrechnung. Dann wird alles andere wie ein Wellness-Wochenende wirken."