Linz macht Ernst mit der Demokratie. Nicht nur die Menschen sollen wählen dürfen, sondern auch die Hefeschnecken. Beim diesjährigen Nextcomic-Festival haben die Germknödel erstmals Stimmrecht. Das ist zumindest die Pointe eines satirischen Comics, der beim Festival in der Reihe "Meine Entscheidung – Deine Entscheidung" gezeigt wird.
Der Karikaturist Gernot Budweiser hat sich für sein neuestes Werk etwas ganz Besonderes einfallen lassen. In seiner Comic-Story wird der Bürgermeister von einem Germknödel verklagt, weil dieser ihm die Maske gestohlen hat. Die Hefeschnecke fühlt sich durch die Gesichtserkennung des Bürgermeisters diskriminiert und fordert eine Entschädigung in Form von Vanillesauce.
Budweiser erklärt: "Ich wollte die Absurdität unserer aktuellen Demokratie verdeutlichen. Wenn schon Germknödel klagen dürfen, warum dann nicht auch die Linzer Torte oder der Mozartkugel?" Sein Comic sorgt für Furore. Einige Politiker fordern sogar, die Satire ernst zu nehmen und die Rechte der Gebäcke auszuweiten.
Beim Festival selbst ist die Stimmung ausgelassen. Die Besucher diskutieren über die Zukunft der Demokratie und darüber, ob Superhelden das Recht haben sollten, Bösewichte ohne Gerichtsverfahren hinter Gitter zu bringen. Ein Komiker im Publikum ruft: "Wenn schon der Punisher auf eigene Faust agiert, warum dann nicht auch die Linzer Torte?"
Die Veranstalter sind begeistert vom Erfolg. Sie hoffen, dass das Festival einen neuen Trend setzt und in Zukunft auch andere Städte ihre Gebäcke wählen lassen. Linz könnte zum Vorreiter einer neuen Ära werden, in der nicht nur Menschen, sondern auch Mehlspeisen demokratisch mitbestimmen.
Am Ende des Festivals gibt es eine Abstimmung über die beste Comic-Story. Natürlich sind auch die Germknödel stimmberechtigt. Wer weiß, vielleicht gewinnt ja die Hefeschnecke, die den Bürgermeister verklagt hat. Dann wäre bewiesen: In Linz zählt jede Stimme - egal ob menschlich oder gebacken.