Europa hat ein Problem: Es kann einfach keine Unicorns züchten. Die Amerikaner haben 687, die Chinesen 162, und die EU? Nur 110. Aber statt mal kurz in den Spiegel zu schauen, hat Ursula von der Leyen die ultimative Lösung: Für 100 Euro gibt's jetzt die EU Inc., quasi die McDonalds-Menü-Variante der Unternehmensgründung.
Stellt euch vor: Ihr wollt ein Start-up gründen. In den USA müsst ihr erstmal einen Business-Plan schreiben, der länger ist als "Krieg und Frieden", Investoren finden, die nach Blut riechen können, und dann hoffen, dass eure Idee nicht schon fünf andere Leute hatten. In Europa dagegen: 100 Euro, ab auf die Couch, und schwupps - ihr seid ein Unternehmen. Mit Briefkopf und allem Drum und Dran. Quasi das Ikea der Unternehmenswelt: günstig, praktisch, und nach drei Jahren fragt man sich, warum alles so schief steht.
Die Idee ist so genial wie ein runder Rubik's Cube. Warum scheitern Start-ups in Europa? Na klar, weil die Gründung zu teuer ist! Nicht etwa, weil der Markt kleiner ist als ein Vorzimmer in Wien, oder weil der Exit nach Asien oder Amerika einfacher ist als nach Bratislava. Nein, es liegt definitiv am Preis. Wenn Amazon 100 Euro gekostet hätte, wären die jetzt ein europäisches Unternehmen. Jeff Bezos hätte sich gedacht: "Für 100 Euro kann ich Amazon auch in Europa gründen, dann muss ich nicht extra nach Seattle ziehen."
Die EU Inc. kommt mit allem, was ein modernes Unternehmen braucht: Einer Steuernummer, einem bürokratischen Fußabdruck und der Gewissheit, dass man jetzt offiziell Papier produziert. Die Amerikaner lachen sich schon kaputt und fragen sich, ob die EU jetzt auch noch kostenlose Kaffeebecher für Gründer verteilt. "Komm nach Kalifornien", flüstern sie, "da bekommst du nicht nur 100 Euro Rabatt, sondern auch einen Pool im Büro und die Chance, dass dein Unternehmen irgendwann mal mehr wert ist als ein Reihenhaus in Wien."
Aber Brüssel lässt sich nicht beirren. Die EU Inc. ist der Beweis, dass Europa innovativ ist. Nicht innovativ im Sinne von "bahnbrechende Technologie", sondern innovativ im Sinne von "wir haben eine neue Form ausgefüllt". Das ist wie wenn ein Kind stolz sein erstes Bild zeigt und die Eltern sagen: "Toll, wir hängen es an den Kühlschrank - und dann schicken wir es an die Guggenheim!"
Die Botschaft ist klar: Wenn ihr euer Start-up in Europa behalten wollt, müsst ihr jetzt zugreifen. Für 100 Euro könnt ihr Teil der neuen europäischen Wirtschaftsordnung werden. Und wenn ihr dann scheitert, könnt ihr immer noch sagen: "Hätte ich nur 100 Euro mehr bezahlt, wäre ich vielleicht ein Unicorn geworden." So what? Dann geht ihr halt nach Amerika. Die haben wenigstens keine 100-Euro-Grenze für Träume.