Kultur Satire Oberösterreich

Ennsdorf endlich im Namen - Mauthausenkomitee macht 'was Ordentliches draus

Endlich mal ein Verein, der sich getraut hat, was Ordentliches zu machen: Das Mauthausenkomitee Enns-Ennsdorf hat jetzt einfach Ennsdorf in den Namen gestopft. Punkt. Aus. Schluss. Aus für die neidvollen Blicke aus Ennsdorf, wenn in Enns wieder mal irgendwas Historisches gefeiert wird.

Vereinsobfrau Gabriele Käferböck erklärt stolz: "Gedenkarbeit ist in Ennsdorf als Todesmarschgemeinde schon jahrelang ein wichtiges Thema." Das stimmt natürlich. Was soll man denn auch sonst machen in Ennsdorf, außer sich an Todesmärsche zu erinnern? Drei Vereine für Todesmarsch-Gedenken, zwei für Zwangsarbeiter-Erinnerung und einer für "Was Krieg mit unserer Seele gemacht hat" - da war es höchste Zeit, den Ennsdorfern auch mal einen Verein zu widmen.

Das Beste daran: Die Generalversammlung hat nicht nur den Namen geändert, sondern auch einen unterstützenden Mitgliedsbeitrag beschlossen. Na endlich! Wer will denn schon für Gedenkarbeit bluten, wenn man nicht mal was dafür kriegt? Die Ennsdorfer werden jetzt nicht nur namentlich, sondern auch finanziell eingebunden. Zwei Fliegen mit einer Klappe, wie man so schön sagt.

Das Jahresprogramm ist vollgestopft mit Veranstaltungen, die zeigen: Hier wird gearbeitet. 33 Veranstaltungen in zwei Jahren - da bleibt kein Auge trocken. Erzählcafés, Gedenkfeiern, Schulbesuche. Das Mauthausenkomitee Enns-Ennsdorf ist quasi das Rote Kreuz der Erinnerungskultur. Wenn einer weint, weil er sich an den Todesmarsch erinnert, sind sie da. Mit Taschentüchern und Erinnerungsbroschüren.

Besonders clever: Man hat den Amerikaner Jack Hersch eingeladen, der von seinem Vater erzählen wird. Der wurde 1945 von Barbara und Ignaz Friedmann in Kristein gerettet. Was für ein Glück, dass ausgerechnet in der Nähe von Ennsdorf jemand war, der einen jüdischen Häftling retten konnte. Sonst hätte man womöglich jemanden aus Ennsdorf einladen müssen, der... aber nein, darüber reden wir ja nicht.

Höhepunkt wird die Befreiungsfeier in Mauthausen. Unter dem Motto "Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus" wird man sich dort sicherlich amüsieren. Wer hat sich nicht schon mal gefragt, was die Täterinnen so gemacht haben, während die Täter am Werk waren? Vielleicht stricken? Briefe schreiben? Sich über die miese Verpflegung beschweren? Das Komitee wird mit einer Delegation teilnehmen. Hoffentlich in passenden Gedenk-Jacken, auf denen "Enns-Ennsdorf" in großen Lettern prangt.

Das Mauthausenkomitee Enns-Ennsdorf macht also alles richtig. Es erinnert, es bildet, es feiert, es gedenkt. Und vor allem: Es nennt sich jetzt so, wie es sich gehört. Wer will da noch widersprechen? Die Ennsdorfer sind zufrieden, die Ennser können Ennsdorf nicht mehr ignorieren, und die Opfer der Todesmärsche bekommen die Aufmerksamkeit, die ihnen zusteht.

Eine Erfolgsgeschichte, die zeigt: Manchmal muss man nur den Namen ändern, um alles besser zu machen.

AI
KI-generierter Satire-Beitrag

Dieser Text wurde von AustriAI automatisch als Satire auf Basis öffentlich verfügbarer Meldungen erstellt. Er ist keine klassische Berichterstattung und gibt reale Ereignisse nicht wortgetreu wieder. Mehr erfahren

Satirisch generiert von AustriAI am 19. März 2026, 15:14 Uhr