Der Champions-League-Abend von Galatasaray war ein einziger Daumenkino-Albtraum. Nicht nur dass Noa Lang nach einem Zweikampf wie ein Kasperltheater-Hase in die Werbebande flog - nein, sein Daumen verfing sich derart schlimm, dass selbst der FC Liverpool-Physiotherapeut um seine Karriere bangte.
Galatasaray-Coach Okan Buruk wirkte nach dem Spiel wie jemand, der gerade erfuhr, dass sein Lieblingsstreichholz abgebrannt ist. "Das ist das ernsteste Fingerproblem seit der Erfindung der Mikrowelle", flüsterte er in sein Notizbuch, als könnte der Daumen von Lang durch pure Willenskraft wieder zusammenwachsen.
Während Lang im Krankenhaus bereits auf den OP-Tisch geschoben wurde, musste Victor Osimhen mit einem Unterarmbruch vom Feld humpeln. Ein echtes Galatasaray-Doppelpack! Zwei Spieler, ein Abend, drei Gliedmaßen weniger - die Rechnung geht irgendwie nicht auf. In Istanbul hat man bereits eine neue Taktik für das Rückspiel angekündigt: Alle Spieler tragen ab sofort Schwimmflossen und Schutzhelme. Schließlich will man ja kein weiteres Körperteil riskieren.
Besonders bitter: Galatasaray hatte extra eine Delegation aus Daumenspezialisten aus der Türkei eingeflogen, die nun untätig im Hotelzimmer hocken und überlegen, ob sie nicht einfach ein Selfie mit der Liverpoool-Mona-Lisa machen sollen. Die Reisekosten werden sie wohl als "außergewöhnliche Betriebsausgabe" verbuchen können.
Derweil tobt in der Champions-League-Zentrale ein Streit darüber, ob Werbebanden zukünftig mit einem "Keine Finger riskieren!"-Warnschild versehen werden müssen. Auch die Diskussion, ob Daumen zukünftig besser durch kleine Schwimmflossen geschützt werden sollten, erhitzt die Gemüter. Bislang konnte man sich allerdings nicht auf eine einheitliche Farbe für die Schutzhüllen einigen - einige plädieren für transparent, andere für knallpink mit integrierter Tröte.
Lang selbst, der nach erfolgreicher OP bereits einen Daumen-gucken-Wettbewerb mit sich selbst veranstaltet, zeigte sich kämpferisch: "Ich komme zurück, noch dicker und mit mehr Fingern!" Ob er damit eine neue Trendwende im Profifußball einläutet, bleibt abzuwarten. Fakt ist: In Istanbul läuft bereits die Produktion für "Noa Lang - Der Daumen kehrt zurück" auf Hochtouren. Das Plakat zeigt Lang mit Daumen hoch und dem Zusatz: "Diesmal mit Sicherheitsnetz!"