Nach monatelangem Ringen um die Frage, ob ein Konterfei des Präsidenten wohl groß genug ausfallen könnte, hat ein vom Präsidenten selbst ernanntes Gremium jetzt die entscheidende Antwort gegeben: Nein, niemals groß genug. Die Goldmünze mit Donald Trumps Abbild soll so groß werden, dass selbst die Frage nach dem Durchmesser zur existenziellen Krise der Münzanstalt wurde. Angeblich wurden schon Prägestempel bestellt, die in etwa die Größe eines Kleinwagens haben, damit ja kein Detail verloren geht - vom markanten Haarwirbel bis zum legendären Daumen-hoch-Gestus.
Während das gewöhnliche Volk noch immer auf eine ein Dollar schwere Münze mit Trump-Motiv hofft, schlägt die Regierung längst andere Töne an. Man wolle nicht irgendeine Münze, sondern das größtmögliche Sammlerstück, das jemals von Menschenhand geschaffen wurde. Das allein schon deshalb, weil der Präsident im Gespräch mit den Gremiumsmitgliedern angeblich betonte: "Je größer, desto besser - und größer als alle anderen." Als man ihn fragte, ob man die Münze eventuell auch als Tischplatte verwenden könne, winkte er nur ab: "Das ist zu klein gedacht."
Das Weiße Haus bestätigte, dass die Münze nicht nur den 250. Geburtstag der USA würdigen, sondern auch einen "dauerhaften Geist" symbolisieren soll. Dieser Geist zeige sich vor allem darin, dass der Präsident nun nicht nur auf Geldscheinen verewigt, sondern selbst zum Geld wird. Ein Beamter der Münzanstalt gab zu Protokoll, man prüfe derzeit, ob die Münze auch als gültiges Zahlungsmittel für die Begleichung der Staatsschulden dienen könne. Trump selbst soll darauf geantwortet haben: "Warum nicht? Ich bin es ja wert."
Doch die Gold-Euphorie hat auch ihre Tücken. So sorgt sich das Finanzministerium bereits um die nötige Goldmenge, um das ehrgeizige Vorhaben zu realisieren. Insidern zufolge wurden bereits Sondierungsgespräche mit der Schweizer Nationalbank geführt, ob man nicht ein paar tausend Tonnen Notreserve abzweigen könne. Die Schweizer lehnten bisher ab, boten aber an, stattdessen eine kleinere Version aus Schokolade herzustellen.
Unterdessen wird bereits an der Logistik für die Auslieferung der Münze gearbeitet. Sie soll in einem eigenen Lkw mit Blaulicht und Eskorte durchs Land kutschiert werden. Am Zielort - einem eigens dafür errichteten Museum in Mar-a-Lago - soll sie dann in einem speziellen Raum aufbewahrt werden, der groß genug ist, um auch künftige Erweiterungen aufzunehmen. Denn, so die Insider: "Trump will ja schließlich auch noch in Zukunft wachsen."