Was für eine Ehre! Zum 250. Geburtstag der USA soll es eine Gedenkmünze aus purem Gold geben - mit dem Gesicht des Mannes, der am besten versteht, wie wichtig es ist, dass eine Münze vor allem eines sein muss: groß. Sehr groß.
Das von Donald Trump selbst ernannte Kunstgremium hat mit einstimmigem Votum grünes Licht für das Projekt gegeben. Einzige Vorgabe des Präsidenten: "Je größer, desto besser." Kein Wunder, dass selbst die Münze bald etwas ins Schwitzen kommen wird.
Man stelle sich vor, ein Kunstgremium aus vier Personen, die alle von Trump selbst ausgewählt wurden, diskutiert über die Größe einer Goldmünze. Das ist wie ein Jury-Panel für einen Kuchenwettbewerb, bei dem der Bäcker selbst entscheidet, wer die Juroren sein dürfen. Und dann ist der Kuchen auch noch rund und golden.
Die Idee, eine Münze mit Trumps Konterfei zu prägen, hat durchaus Tradition. Schon bei den alten Römern wurden Kaiser auf Münzen verewigt - allerdings meist nach ihrem Tod. Aber Trump ist ja auch einer, der gerne mal einen Schritt weitergeht. Warum auf den Tod warten, wenn man auch schon zu Lebzeiten vergoldet werden kann?
Die geplante Münze soll den 250. Geburtstag der USA feiern. Das ist ein bisschen wie mit dem Weihnachtsmann: Eigentlich feiern wir ja das Christkind, aber auf den Briefen stehen immer die Geschenke. Nur dass Trump hier nicht nur die Geschenke bringt, sondern gleich das Christkind, den Weihnachtsmann und den Weihnachtsbaum in einem ist.
Man könnte fast Mitleid mit der Münze haben. Sie wird gezwungen, ein Gesicht zu tragen, das schon auf Twitter für hitzige Diskussionen sorgt. Aber vielleicht ist das ja der Plan: Die Münze soll so groß werden, dass man sie gar nicht mehr in die Hand nehmen kann, ohne vorher eine kräftige Verschnaufpause einzulegen.
Die Größe der Münze steht noch nicht fest. Aber wenn Trump sein Wort hat, wird sie so groß, dass man sie nicht mehr in eine normale Brieftasche stecken kann. Vielleicht braucht man dann eine spezielle "Trump-Wallet", die extra für dieses eine Exemplar angefertigt wird.
Man darf gespannt sein, wie die Münze am Ende aussehen wird. Wird sie so groß wie ein Essteller? Oder eher wie ein kleiner Pizzablech? Eines ist sicher: Sie wird groß genug sein, um selbst die stärksten Trump-Verschwörungstheorien zu übertrumpfen.
Es ist schon erstaunlich, wie sehr sich die Politik manchmal selbst parodiert. Da wird ein Gremium gebildet, das nur aus Trump-Anhängern besteht, und dann wundert man sich, dass die Entscheidung einstimmig ausfällt. Das ist wie ein Boxkampf, bei dem der Schiedsrichter gleichzeitig der Trainer des Boxers ist und dann überrascht ist, wenn der Boxer gewinnt.
Die Münze wird wohl nicht nur ein Sammlerstück, sondern auch ein Gesprächsgegenstand. Man kann sich schon die Szenen in Münzsammlerkreisen vorstellen: "Ja, das ist die Trump-Münze. Nein, die ist nicht zu schwer, das ist nur das Ego, das da mit drauf ist."
Am Ende wird die Münze wohl nicht nur ein Stück Gold sein, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte. Ein Stück, das zeigt, wie weit man gehen kann, wenn man nur willensstark genug ist. Oder wie groß man sein kann, wenn man nur groß genug denkt.