Geld regiert die Welt, sagt ein altes Sprichwort. In Melk regiert es wohl auch die Kommunalpolitik. Zumindest wenn man den Grünen glaubt, die vor einer "sehr prekären finanziellen Lage" warnen. Prekär? Da denkt man doch gleich an diese alten Filme, wo der Held mit einer brennenden Zigarette am Abgrund steht. Nur dass es hier nicht um den Helden geht, sondern um den Haushalt.
Während die SPÖ auf Facebook ihre täglichen Budgetbeichten abhält und die FPÖ von einer "massiven Schieflage" spricht, als wäre die Stadt ein betrunkener Matrose auf einem Piratenschiff, setzen die Grünen auf sanfte Töne. "Sehr prekär" klingt fast nach einer Wellness-Massage im Vergleich zu "desaströsem Zustand". Da fragt man sich: Sind das dieselben Finanzen oder haben wir es mit Paralleluniversen zu tun?
Die Grünen schlagen vor, jetzt radikale Sparmaßnahmen zu vermeiden. Das ist so, als würde man einem Abiturienten raten, nicht zu lernen, damit er die Prüfung besteht. Aber hey, wer sind wir schon, um den Experten zu widersprechen? Vielleicht funktioniert das ja nach dem Motto: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß – oder in diesem Fall: Was ich nicht ausgeben kann, macht mich nicht arm.
Eine innovative Idee wäre es, die Stadtverwaltung in die örtliche Sparkasse zu verlegen. Die hat nämlich noch Geld, während die Stadt keines mehr hat. Das nennt man dann wohl "Cash-Cow-Prinzip": Melk melkt die Sparkasse, bis der Arzt kommt. Oder der Banker.
Die SPÖ postet weiter fleißig auf Facebook, als wäre es ein digitales Sparschwein, in das man täglich einen neuen Euro wirft, in der Hoffnung, dass er sich vermehrt. Die FPÖ malt derweil apokalyptische Szenarien an die Wand, als würde Melk zur Geisterstadt, in der nur mehr die Geister der vergangenen Steuereinnahmen umherwandern.
Die Grünen bleiben gelassen und schlagen einen Mittelweg vor. Vielleicht sollten sie eine Sitzung in der örtlichen Spielbank abhalten. Da lernt man nicht nur, wie man mit wenig Geld viel Spaß haben kann, sondern auch, dass es manchmal besser ist, die Karten auf den Tisch zu legen, bevor man alles verliert.
Fazit: Die Stadt Melk steht vor einer finanziellen Herausforderung, die so groß ist wie ein Sudoku-Rätsel in der Zeitung. Nur dass hier nicht Zahlen, sondern Euro fehlen. Aber keine Sorge, die Grünen haben ja gesagt, es sei "sehr prekär", nicht "komplett hoffnungslos". Das klingt schon fast nach einer optimistischen Zukunftsperspektive – oder zumindest nach einer guten Ausrede für die nächste Steuererhöhung.