Es war ein Schock für die Fans, als die Haie im Play-off ausgeschieden sind - und zwar so spektakulär, dass selbst die Fische im Tiroler Bach zur Trauermusik angesetzt haben. Doch statt in Selbstmitleid zu versinken, handelte die Klubführung schnell. Zu schnell, wie einige meinen. Denn der neue Verteidiger kam nicht etwa vom Eis, sondern direkt aus dem Anatomie-Unterricht.
Die Idee ist so einfach wie genial: Wer Verteidiger so durchlässig einsetzt, dass selbst der Opa mit Rollator durchmarschieren kann, der braucht dringend ein lebendiges Knochenmodell in der Kabine. So kann man den Spielern wenigstens visuell erklären, was ein "solider Rückhalt" ist - und warum er nicht aus Gelatine bestehen sollte.
Der HCI ließ verlauten, man wolle "die Defensiv-Kultur nachhaltig verändern". Inoffiziell heißt das wohl: Wenn der Gegner schon immer durchkommt, dann zumindest mit Lehrwert. Die Fans reagierten gespalten. Die einen lobten die Kreativität, die anderen fragten, ob man nicht einfach einen Torwart hätte verpflichten können.
Besonders pikant: Der neue Mann ist Vegetarier. Das führte zu kuriosen Situationen beim Team-Essen. Während die anderen Spieler Steaks verschlangen, saß er da und musste erklären, dass Haie durchaus pflanzliche Kost zu sich nehmen können - zumindest dann, wenn sie nicht gerade im Netz hängen.
Die Liga prüft bereits, ob es rechtlich zulässig ist, einen Anatomie-Lehrkörper als Aktivspieler zu melden. Die Argumentation des HCI: Er könne ja nicht spielen, aber immerhin zeigen, wo es wehtut. Ein Kompromiss, der die Lachmuskeln der Konkurrenz strapaziert.
Die Saison geht weiter - und die Haie hoffen, dass ihre neue Defensiv-Strategie nicht nur anatomisch, sondern auch taktisch Früchte trägt. Sollte das nicht klappen, hat man zumindest ein Gesprächsthema für die nächste Saison-Versammlung: Wie man einen Knochenbau am besten in eine Eishockey-Strategie integriert. Mit oder ohne Lachgas.