Liebe Urlauber, liebe Zweitwohnungsbesitzer und alle, die sich jemals erträumt haben, Geld in Kärnten auszugeben - die Zeit eures freien Herumwanderns ist vorbei! Ab sofort werden Sie nicht mehr als willkommene Gäste, sondern als wandelnde Einnahmequellen behandelt. Die Kärntner Landesregierung hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: eine neue Aufenthaltsabgabe von 4,50 Euro pro Nacht. Das ist nicht nur innovativ, das ist ein echtes Steuerwunder!
Aber das ist noch nicht alles, meine Freunde. Die kärntnerische Steuerphilosophie geht noch viel weiter. Zweitwohnungsbesitzer, also jene Menschen, die sich schon ein Häuschen am See oder in den Bergen leisten können, werden ebenfalls zur Kasse gebeten. Die Logik dahinter ist genial: Wer sich eine zweite Wohnung leisten kann, der kann sich auch eine zweite Steuer leisten! Es ist wie eine Art Luxussteuer für Menschen, die es gewagt haben, in Kärnten zu investieren.
Die Tourismusverbände werden derweil von 125 auf neun zusammengelegt. Das ist nicht nur eine bürokratische Meisterleistung, das ist eine echte Effizienzsteigerung! Neun statt 125 Verbände - das spart Papier, spart Zeit und vor allem spart es Nerven. Wer braucht schon 125 verschiedene Tourismusstrategien, wenn eine einzige genügt? Und wer sagt eigentlich, dass Tourismusstrategien nicht auch wie Wurstfabriken funktionieren können? Hauptsache, es kommt am Ende etwas Brauchbares dabei heraus.
Die ÖVP freut sich besonders über diese Reform. Endlich können sie zeigen, dass sie nicht nur eine Partei für Wirtschaft und Wachstum sind, sondern auch eine Partei für neue Steuern und Abgaben. Die Reform macht Tourismusunternehmer von Betroffenen zu tatsächlich Beteiligten - zumindest was das Bezahlen neuer Abgaben angeht. Es ist wie eine Art Mitmachdemokratie für Steuerzahler.
Die NEOS sehen das etwas nüchterner. Sie fordern eine einheitliche Tourismusmarke für ganz Kärnten. Südtirol als Vorbild - wo man schon seit Jahren zeigt, wie man aus Touristen das Maximale herausholt. Aber warum nur eine Marke, wenn man auch 125 verschiedene haben kann? Vielleicht sollte Kärnten ja eine Art "Steuermarke" einführen - mit dem Slogan "Kärnten - wo jeder Euro zählt!"
Die FPÖ sieht das Ganze natürlich kritischer. Für sie ist das neue Gesetz "nichts anderes als ein teurer Pfusch". Die Regierung fahre ein klares Motto: "Drüberfahren über die Betroffenen und abkassieren." Dabei übersehen die Blauen aber eines: In Kärnten wird jetzt nicht nur abkassiert, sondern auch investiert! Rund 50 Millionen Euro jährlich sollen in Angebot, Infrastruktur und Vermarktung fließen. Das ist fast so, als würde man den Leuten ihr Geld wiedergeben - nur in anderer Form und mit viel Bürokratie drumherum.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Kärnten hat die Zukunft der Tourismusbesteuerung erfunden. Warum nur Eintritt verlangen, wenn man auch pro Nacht abrechnen kann? Warum nur einmal besteuern, wenn man auch mehrfach besteuern kann? Kärnten zeigt der Welt, wie man aus Urlaubern und Zweitwohnungsbesitzern das Maximale herausholt - und das alles unter dem wohlklingenden Begriff "Reform". Bravo, Kärnten! Bravo!