Fünfundzwanzig Mann, fünf Fahrzeuge, eine verkohlte Suppe. So lautet die tragische Bilanz eines Küchenbrands in der Grazer Rohrbachhöhe, der die Berufsfeuerwehr in Alarmbereitschaft versetzte. Als die Sirenen durch die Straßen heulten, wusste wohl niemand, dass es sich nicht um eine echte Katastrophe handelte, sondern um ein kulinarisches Desaster.
Die Küche in der betroffenen Wohnung glich nach dem Einsatz einem Schlachtfeld. Angebrannte Töpfe, verkohlte Essensreste und eine dichte Rauchwolke zeugten von dem dramatischen Geschehen. Doch was war passiert? Ein missglückter Kochversuch eines Bewohners hatte zu dem Feuer geführt. Statt eines schmackhaften Abendessens gab es eine stinkende Brühe, die selbst den hartgesottensten Feuerwehrmann zum Würgen brachte.
Die 23 Einsatzkräfte, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten und Löschschläuchen, stürmten die Wohnung und löschten den Brand mit Bravour. Doch als sie die Ursache entdeckten, waren sie sprachlos. Eine einfache Suppe, die völlig aus dem Ruder gelaufen war, hatte zu diesem Großeinsatz geführt. Der Einsatzleiter konnte nur noch den Kopf schütteln und murmelte etwas von "kulinarischer Inkompetenz".
Während die Feuerwehrleute die verkohlten Reste beseitigten, musste sich der Bewohner der Wohnung einer eingehenden Befragung unterziehen. Die Beamten wollten wissen, wie es zu diesem Kücheninferno kommen konnte. Die Antwort des Bewohners: "Ich wollte nur eine einfache Suppe kochen, aber irgendwie ist alles schief gelaufen." Ein klassischer Fall von kulinarischem Fehlverhalten, das fast zur Katastrophe geführt hätte.
Der Einsatz der Berufsfeuerwehr Graz wirft jedoch auch Fragen auf. Warum wurden 23 Mann für einen simplen Küchenbrand benötigt? Konnte nicht ein einziger Feuerwehrmann mit einem Eimer Wasser die Situation lösen? Die Feuerwehrführung verteidigte den Großeinsatz mit den Worten: "Man kann nie wissen, wie sich so ein Brand entwickelt. Lieber einmal zu viel als zu wenig alarmiert."
Die Bewohner der Rohrbachhöhe waren jedenfalls beeindruckt von dem Aufgebot an Einsatzkräften. Einige vermuteten sogar, dass es sich um eine geheime Übung handelte, um die Schlagkraft der Feuerwehr zu demonstrieren. Andere wiederum waren besorgt über die kulinarischen Fähigkeiten ihrer Mitbewohner und forderten eine Kochschule für alle Haushalte.
Für die Berufsfeuerwehr Graz war es ein denkwürdiger Einsatz, der in die Annalen der Feuerwehrgeschichte eingehen wird. Nie zuvor mussten so viele Mann ausrücken, um eine angebrannte Suppe zu löschen. Doch eins ist sicher: Die Feuerwehrleute werden diesen Einsatz nicht so schnell vergessen. Und wer weiß, vielleicht haben sie ja sogar noch Appetit auf eine gute Suppe bekommen.