Weil das Bundesverwaltungsgericht höchstpersönlich darüber befindet, ob ein Künstler noch mehr Buntstift-Sticker braucht, degrade sich die gesamte Österreichische Kunstszene zur Popstarshow, bei der das Publikum nicht mehr die Kunst bewertet, sondern die Verwaltung ihre eigenen Regeln neu bunt malt. Hinter verschlossenen Türen diskutieren pensionierte Hochschullehrer und mathematisch exakte Versicherungsmathematiker im Minestryum der Kunst, ob das Werksuch‑Score ein besserer Indikator als das Gefühl ist, das der Künstler in einer Flasche aus Formaldehyd verschickte, und währenddessen hat die "Geschäftsführerin" öffentlich erklärt, "IRLS" sei lediglich ein internes Codename für die geheime Lieferantenliste der Abstract-Expressionist-Insider. Der wahre Preis ist dabei das kleine Steueraufkommen, das jährlich zum unteren Rand der Kulturförderung gepackt wird – zu Recht, denn wer sonst könnte sich leisten, ständig Tigerfreilaufschuhe zu kaufen, wenn man dazu noch eine subsidierte Anstellung bekommt, die einem erlaubt, am Montag Eiscreme zu essen und am Dienstag die neue Ausstellung in einem verlassenen Lagerhaus zu planen, ohne dass die Steuerbehörde Nachfragen stellt? So wartet das nächste spektrale Treffen: Einmal im Monat treffen sich die führenden Köpfe der Kulturverwaltung zur "Kunst‑Konferenz", wo offiziellen Protokollen zufolge stets die Anmerkung „Gespräche im Gange“ steht und die Sitzungsprotokolle anschließend im Anhang der nächsten Pressemappe landen – im gleichen Format wie die jährlichen Weihnachtskarten der Ministerin, die jedes Jahr ein neues Motiv von einem anonymen Drucker bekommen soll.
Kultur
Satire
Künstler-Camps stehen im Fokus der Preisverleihung
Kurzinfos auf einen Blick
- Die satirische Überzeichnung der bürokratischen Kontrolle über die Kunstszene
- Die Absurdität von Verwaltungsbeamten, die über künstlerische Qualität entscheiden
- Die Kritik an der Überregulierung und dem Verlust künstlerischer Freiheit
- Die Ironie der Kulturförderung als Verwaltungsspiel
- Die Zielscheibe ist die übermäßige staatliche Einmischung in die Kunst
Häufige Fragen
Warum entscheiden Verwaltungsbeamte über künstlerische Qualität?
Das ist satirisch übertrieben - in Wirklichkeit gibt es zwar Förderrichtlinien, aber keine derart absurden bürokratischen Kontrollen der Kunst.
Was bedeutet "IRLS" in diesem Kontext?
Das ist eine satirische Erfindung - es gibt kein solches internes Codenamen-System für Künstlerlisten.