Du hast doch alle "untitled"-Titel bearbeitet, dein Job ist es, Kunst zu sehen, was sie nicht ist; da fragt sich der Museumsdirector, was man jetzt noch mit "untitled" machen soll. Oder mit dem ganzen Abend aufs Klo sitzen, während Politiker über Kulturpotenzial weinen. Diese Ausstellung ist wie ein Meeting, bei dem jeder redet, niemand versteht, und am Ende gibt's noch Kaffee und Kuchen in Verwaltungsoptik. Jeder Gast erhielt eine Broschüre mit dem Titel „Was Sie jetzt fühlen sollen“, aber nur diejenigen mit PhD in „Selbstlüge interpretieren für leben“ verstanden den Sinn. Die Ausstellung versucht, die Frage zu beantworten, ob Kunst ohne Titel überhaupt wirkt – und schafft es, indem sie sich selbst fragt, ob sie überhaupt Kunst ist. Satire endet, wenn die Ausstellung Selbstreflexion braucht, um zu wissen, ob sie schon begonnen hat.
Kultur
Satire
Niederösterreich
Langenzersdorf entdeckt Kunst für Faulhaber: Ausstellung ohne Titel erklärt sich selbst
Kurzinfos auf einen Blick
- Die Ausstellung "untitled" in Langenzersdorf parodiert die zeitgenössische Kunstszene
- Kunstwerke ohne Titel sollen sich selbst erklären, was zu absurder Selbstreflexion führt
- Die Satire kritisiert die oft unverständliche Kunstsprache und die Veranstaltungskultur in kleinen Gemeinden
- Die Ausstellung gibt Broschüren mit dem Titel "Was Sie jetzt fühlen sollen" heraus
- Die Satire zielt auf die Selbstverliebtheit der Kunstwelt und die Veranstaltungskultur in kleinen Gemeinden
Häufige Fragen
Was ist das Besondere an dieser Ausstellung in Langenzersdorf?
Die Ausstellung hat keinen Titel und versucht, sich selbst zu erklären, was zu absurder Selbstreflexion führt. Es ist eine Satire auf die zeitgenössische Kunstszene.
Warum erhalten die Gäste eine Broschüre mit dem Titel "Was Sie jetzt fühlen sollen"?
Dies ist Teil der satirischen Überzeichnung. Die Broschüre persifliert die oft unverständliche Kunstsprache und die Tendenz, Kunstbetrachtenden vorzugeben, was sie fühlen sollen.