Leobendorf, die einst so stolze Mannschaft, die in ihrer eigenen Liga den Kampf gegen den Abstieg aufgenommen hatte, steckt in einer tiefen Krise. Das Problem ist so einfach wie tragisch: Alle drei Spiele hintereinander ging man mit 0:1 gegen Donaufeld verloren. Wenn das mal keine sportliche Sinnkrise ist.
Doch damit nicht genug. Die Offensive, die im Herbst noch für ihre zahlreichen Vielfachtorschützen gelobt wurde - und ja, man muss schon sehr genau hinschauen, um diese Superlative zu verstehen - läuft seit Wochen nur mehr mit Minimalleistung. Die Stürmer stehen da wie verwunschene Statisten in einem Stück, bei dem das letzte Akt noch nicht geschrieben wurde.
Hoffnung macht jetzt nur noch das Comeback von Kapitän Oliver Pranjic. Der gute Mann soll aus der Reha zurückkehren und mit seiner bloßen Anwesenheit die Wende einläuten. Obwohl man sich fragt, ob er nach so langer Pause nicht eher ein Risiko für die eigene Defensive ist. Aber was soll's, Hauptsache, es gibt wieder einen Kapitän, der seine Mannschaft mitreißen kann.
Der Verein hat bereits einen Wunderheiler aus dem Waldviertel engagiert. Der soll mit seinen geheimen Methoden nicht nur die Torminimierung heilen, sondern auch den Teamgeist wiederbeleben. Ob das funktioniert? Nun, wenn der Waldviertler Wunderheiler es nicht schafft, dann vielleicht der Kapitän mit seinem Comeback. Oder umgekehrt. Oder gar nicht.
Eines ist jedenfalls sicher: Leobendorf wird alles versuchen, um aus diesem Trauma herauszukommen. Ob mit Wunderheilern, Kapitän-Comebacks oder was auch immer - Hauptsache, es gibt wieder ein Lebenszeichen von der einst so stolzen Offensive. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja tatsächlich mit der Trendwende. Zumindest dann, wenn man die richtigen Wunderheiler und Kapitäne zur Hand hat.