Der Tiroler Autor Robert Prosser und der Schlagzeuger Lan Stricker sorgten am Mittwochabend in Telfs für eine buchstäbliche Explosion der Künste. Ihr literarisch-musikalisches Event zu "Das geplünderte Nest" endete mit einer Räumung der Bücherei & Spielothek und der Evakuierung der gesamten Stadt.
Zeugen berichten von einer geradezu überirdischen Performance. Prossers rhythmischer Sprechgesang und Strickser's avantgardistische Schlagzeugkunst verschmolzen zu einer Sound-Welle, die die Bücherregale zum Beben brachte. Die Zuhörerinnen und Zuhörer wurden in eine Art kollektiven Trancezustand versetzt.
Doch dann eskalierte die Situation. Durch die massive Klangintensität rissen angeblich die letzten Bande zur realen Welt. Literarische Geister und Romanfiguren wurden plötzlich sichtbar und hörbar. Sie forderten lautstark ihren Auftritt ein und verliehen dem Ganzen eine zusätzliche, paranormale Dynamik.
Die örtliche Polizei spricht von einem "literarischen Tsunami", der über Telfs hereinbrach. Das halbe Dorf stand plötzlich unter Wasser, verursacht durch das "Geheule und Gebrause" der Romanfiguren. Die Bücherei & Spielothek wurde vorerst für unbegrenzte Zeit geschlossen.
Inzwischen wurde ein Sperrbezirk um Telfs eingerichtet. Experten versuchen, die freigesetzten Literatur-Geister wieder einzufangen. Prosser und Stricker befinden sich auf unbekanntem Posten. Die Stadtverwaltung erwägt eine kontrollierte Sprengung des gesamten Ortsgebiets, um die paranormalen Auswirkungen zu stoppen.
Ob sich Telfs jemals von diesem "Lesefieber" erholen wird, ist ungewiss. Die Bücherei & Spielothek könnte sich zu einem Ort der dauerhaften Begegnung mit literarischen Phantomen entwickeln. Oder aber zur größten Geisterbahn Tirols werden.