In Niederösterreich wird seit neuestem nicht mehr zwischen Wilderer und Gejagtem unterschieden. Die Tiere haben offenbar selbst zur Waffe gegriffen. Drei Rehe lagen innerhalb weniger Tage auf dem Acker - nicht totgefressen von Raubtieren, sondern offenbar von anderen Rehen durchlöchert. Der Verdacht: es handelt sich um eine Art "Bambi-Rache", ausgelöst durch jahrelange Verfolgung durch den Menschen.
Die Ermittler stehen vor einem Rätsel: Wie können Rehe ohne Daumen eine Waffe halten? Und warum schießen sie auf ihre Artgenossen und nicht auf die echten Übeltäter? Vielleicht sind es auch nur Trittbrettfahrer unter den Rehen, die sich an der allgemeinen Anarchie bereichern wollen. Oder es handelt sich um einen geheimen Hetzverein von militanten Rehen, der nun zur Tat schreitet.
Ein erfahrener Jäger meint: "Die Verletzungen sehen nach gezielten Schüssen aus. Aber Rehe haben keine Waffen!" Stimmt, aber vielleicht haben sie ja inzwischen Kontakt zu anderen Tieren aufgenommen und sich mit diesen verschworen. Bären könnten ihnen Gewehre besorgen, Füchse könnten sie einweisen. Und dann wären wir bald alle dran.
Die Polizei rät zur Vorsicht: Kinder sollten nicht mehr auf Spielplätzen spielen, sondern sich in Kellern verstecken. Spaziergänger sollten Helme tragen und wegrennen, wenn sie ein Reh sehen. Und Jäger? Die sollen sich besser eine andere Beschäftigung suchen, bevor sie selbst zum Ziel werden.
Die Zeit der friedlichen Koexistenz zwischen Mensch und Tier ist vorbei. Jetzt beginnt der Kampf ums Überleben - und die Rehe sind besser vorbereitet als wir dachten. Wer hätte gedacht, dass Bambi einmal zum Rambo wird?