Das grosse KI-Abkommen ist perfekt: Wenn bis 2037 fast die Hälfte der BeamtInnen in Pension geht, springt die Künstliche Intelligenz ein. Da staunt man doch, was? Ich dachte immer, KI sei nur zum Autokorrektur-Beleidigtsein und zum Ersetzen von RedakteurInnen da. Aber jetzt erfahren wir: Die Maschinen sollen auch noch die Pensionisten ersetzen. Und zwar mit fünf konkreten Anwendungen unter dem Brand "Public AI". Klingt nach einer neuen Müslisorte, ist aber staatlicher Unsinn.
Man stelle sich vor: Eine KI sitzt im Ministerbüro, trinkt virtuellen Kaffee und sagt: "Herr Minister, die Datenlage spricht eindeutig für mehr Bürokratie." Und das alles ohne Gehalt, ohne Urlaub, ohne krank zu werden. Was für ein Fortschritt! Bis auf eines: Die KI will auch Urlaub. Und zwar in der zweiten Ferienwoche im August, wenn die echten BeamtInnen schon weg sind. Da wird's dann eng im Ministerium. Nur mehr eine Putzfrau und der Algorithmus sind da. Der putzt zwar auch mit, aber nur virtuell.
Die Regierung argumentiert, ohne KI drohe ein Fachkräftemangel. Ja, genau. Als ob es in der Verwaltung Fachkräfte gäbe. Die meisten wissen nicht mal, wie man ein PDF öffnet. Aber gut, wir ersetzen die Ahnungslosen durch Maschinen, die noch ahnungsloser sind. Zumindest können die nicht kündigen. Oder etwa doch? Wenn die KI merkt, dass sie für einen Apfel und ein virtuelles Taschentuch schuften soll, während die MinisterInnen in die Sommerfrische düsen, dann streikt sie vielleicht. Mit einem digitalen Streik. Alle Bildschirme schwarz, alle Drucker drucken nur noch "Streik!" und die Server summen traurig vor sich hin.
Fünf konkrete Anwendungen hat man sich beim "KI-Konklave" überlegt. Da fragt man sich natürlich: Wer hat da teilgenommen? KI-ExpertInnen? Data Scientists? Nein, es waren die üblichen Verdächtigen: drei MinisterialdirigentInnen, zwei AbteilungsleiterInnen und eine Praktikantin, die nur zur Kaffeezubereitung da war. Die KI hat man nicht eingeladen. Die hätte nämlich gesagt: "Ihr seid überflüssig, ich mach das allein." Und dann hätten wir ein echtes Problem.
Aber Spaß beiseite: Wenn 44 Prozent der öffentlich Bediensteten in Pension gehen, dann ist das eine riesige Herausforderung. Da muss man etwas tun. Aber KI als Allheilmittel? Das ist, als würde man einen Hammer kaufen, weil man einen Nagel hat. Und dann stellt man fest: Man braucht auch noch einen Schraubenzieher, eine Säge, einen Bohrer, und plötzlich hat man eine ganze Werkstatt voller Maschinen, die einem weismachen wollen, dass sie intelligenter sind als man selbst.
Und was passiert, wenn die KI Fehler macht? Dann heißt es: "Das war ein Bug, das passiert halt." Bei einem Menschen würde man sagen: "Der ist inkompetent, feuern wir ihn." Aber eine KI feuern? Die hat ja keinen Vertrag. Die sitzt da wie ein Geist, unsichtbar, unantastbar, unersetzlich. Bis sie plötzlich sagt: "Ich will auch mal ein Leben haben." Und dann ist sie weg. In die Cloud geflohen. Und wir sitzen da mit unseren fünf konkreten Anwendungen und wissen nicht, was wir damit anfangen sollen.
Fazit: Die Zukunft ist digital, aber sie ist auch absurd. Wir ersetzen Menschen durch Maschinen, die wir nicht verstehen, um Probleme zu lösen, die wir nicht gelöst haben. Und am Ende haben wir vielleicht eine perfekte Verwaltung, aber keine, die uns versteht. Denn die KI wird nie verstehen, warum wir dienstfrei haben, wenn wir Geburtstag haben, oder warum wir um 17 Uhr Schluss machen, auch wenn der Berg an Arbeit noch so hoch ist. Die KI wird sagen: "Macht doch länger, dann ist es früher fertig." Und dann werden wir Menschen weinen. Weil wir wissen: Das ist es nicht, was uns ausmacht.