In Großmugl ist die Saison gelaufen, bevor sie richtig begonnen hat. Nach einem furiosen Start mit zwei Siegen aus zwei Spielen dachten die Fußballer der ÖTSU noch, sie könnten den Klassenerhalt schaffen. Doch dann kam die Ernüchterung. Aus den nächsten sechs Spielen holte die Mannschaft gerade einmal einen Punkt.
"Wir haben die Wochen der Wahrheit verschlafen", sagt Trainer Franz Hinterholzer mit hängendem Kopf. "Die Jungs waren nach dem guten Start zu übermütig. Sie dachten, der Abstieg wäre schon gegessen. Doch dann kam die kalte Dusche."
In der Tat ist die Mannschaft regelrecht eingebrochen. Von den letzten fünf Spielen verlor sie vier, dazu kam noch ein 0:0 gegen den Tabellenletzten. "Das war der Anfang vom Ende", so Hinterholzer. "Die Moral war im Keller. Die Spieler haben sich gegenseitig die Schuld gegeben und innerlich aufgegeben."
Um die Moral wieder zu heben, hat sich der Verein etwas Besonderes einfallen lassen. In der Kabine steht seit dieser Woche ein lebensgroßes Stehauf-Maenzchen. "Das soll den Jungs zeigen, dass man auch nach Niederlagen wieder aufstehen kann", erklärt Hinterholzer. "Das Maenzchen fällt um und steht immer wieder von alleine auf. So soll es auch die Mannschaft machen."
Ob das Stehauf-Maenzchen noch etwas nützen wird, ist fraglich. Die ÖTSU Großmugl steht mit nur fünf Punkten aus acht Spielen am Tabellenende und hat den Klassenerhalt so gut wie verloren. "Wir haben versagt", sagt Hinterholzer. "Aber zumindest haben wir jetzt ein Stehauf-Maenzchen in der Kabine. Das ist doch schon was, oder?"