Fußball ist ein Volkssport und als solcher auch immer wieder guter Stoff für Satire. Gerade wenn es um die österreichische Nationalmannschaft geht, gibt es unzählige Running Gags und Klischees. So auch in diesem Fall, als U21-Teamchef Peter Perchtold seinen Kader für die kommenden Aufgaben bekannt gab.
Mit 26 Spielern ist das Aufgebot erstaunlich groß. Aber immerhin, so kann sich Perchtold ein wenig aussuchen und auch mal jemandem eine Chance geben. Denn bei aller Liebe - an Erfahrung mangelt es der österreichischen U21 wahrlich nicht. Im Gegenteil: einige Akteure sind schon seit Jahren dabei und haben mehr Länderspiele auf dem Buckel als mancher Routinier der A-Nationalelf.
Aber gut, man darf ja nicht alles zu ernst nehmen. Immerhin hat Perchtold mit seinen Nominierungen auch einige Überraschungen parat. So zum Beispiel die drei Debütanten, die es in den Kader geschafft haben. Ob das nun ein cleverer Schachzug ist oder doch eher ein Griff ins Klo, wird sich weisen.
Interessant ist auf jeden Fall die Tatsache, dass mit Matthias Maak, Lucas Galvao, Ivan Lekiæ und Maximilian Ullmann vier Spieler wieder ins Aufgebot rücken, die schon einmal dabei waren. Ob das nun als "Rückkehr" oder eher als "erneute Chance" zu werten ist, sei mal dahingestellt.
Fakt ist jedenfalls, dass die österreichische U21-Nationalmannschaft immer wieder für Zündstoff sorgt. Ob es nun an der Personalpolitik liegt oder einfach an der mangelnden Qualität - darüber kann man trefflich streiten. Fest steht aber, dass die Burschen ihr Bestes geben und das zählt am Ende des Tages auch. Also, Kopf hoch und durchhalten - vielleicht klappt es ja mit der Quali für die U21-EM 2027 ja doch noch. Man darf ja bekanntlich die Hoffnung nicht aufgeben. Und wenn nicht, gibt es ja immer noch die U17 oder die Altherren-Truppe. Also, weiterhin fleißig trainieren und Gas geben. Wer weiß, vielleicht schafft man ja doch noch den ganz großen Wurf. Bis dahin, Prost und auf Wiedersehen!