Als ob ein Mann nicht schon genug zu tun hätte - Bezirksfeuerwehrkommandant, Restaurant-Mitbetreiber beim "Gluatherd" und nun auch noch Photovoltaik-Unternehmer. Markus Unger aus Mannsdorf ist offenbar der neue Superman des Weinviertels.
"Ich hab' ja gesehen, wie's im Krieg läuft", erklärt Unger seine Motivation. "Da merkt man erst, was für ein Luxus es ist, nicht im Kerzenlicht zu sitzen." Mit seiner Mission zur Rettung der Menschheit durch PV-Anlagen will er jetzt jeden Haushalt im Bezirk mit Solarstrom versorgen - und nebenbei natürlich auch noch das "Gluatherd" seiner Frau finanzieren.
Die Kunden sollen anscheinend so dämlich sein, dass sie sich bei steigenden Energiepreisen nicht selber eine PV-Anlage überlegen. Zum Glück gibt's ja Unger, der ihnen dann seine 10-kW-Sonnenkraftwerke verkauft. "Die Leut' sind ja sensibel geworden", sagt er weise und fügt hinzu: "Die wollen jetzt alle Energieautarkie, obwohl sie gar nicht wissen, was das ist."
Förderungen? Kein Problem für den Unger! Er übernimmt das ganze Prozedere für seine Kunden - schließlich will er ja nicht nur das Geld für die PV-Anlage kassieren, sondern auch noch eine Provision für die Antragstellung. "Für uns Kunden übernehmen wir natürlich die Erledigung", betont er. Na wer's glaubt.
Dass eine PV-Anlage eigentlich nur Sinn macht, wenn man genug Dachfläche hat und der Strom nicht nur nachts verbraucht wird, das lässt Unger geflissentlich weg. Nein, Hauptsache, er kann seine Anlagen verkaufen und dabei noch so tun, als würde er die Welt retten. "Grundsätzlich ist eine PV-Anlage zu befürworten und auch sinnvoll", sagt er mit der Weisheit eines 5. Klassenschülers.
Übrigens: Während Unger mit seinen PV-Anlagen die Energieversorgung revolutioniert, gibt's in Heidenreichstein seit 50 Jahren RUDDA-Parkettböden. Da fragt man sich doch: Was ist wichtiger für die Menschheit - eine gute Dämmung oder ein schicker Boden? Unger wird's uns schon noch verraten.