Die Spannung im Vatikan ist gerade so gross wie das Selbstbewusstsein eines katholischen Bischofs vor einem Frauenstreik. Wochenlang wurde gemunkelt, in den Archiven der Heiligen Staette gaebe es einen geheimen Raum, in dem die wirklichen Skandale schlummern - und zwar so tief, dass selbst der Papst fuer eine Akteneinsicht einen Archologen braeuchte.
Doch nun ist es raus: Eine internationale Recherche-Equipe, bestehend aus drei Kardinaelen, zwei Nonnen und einem verwirrten Journalisten, hat 20 Briefe entdeckt. Diese Dokumente sollen beweisen, dass der Vatikan jahrelang Missbrauchsfaelle vertuscht hat - oder zumindest versucht hat, sie unter einer metaphorischen roten Socke zu verstecken.
Besonders brisant: In den Briefen wird auch Joseph Ratzinger, der spaetere Papst Benedikt XVI., erwaehnt. Angeblich hat er als Kardinal mal ein Formular mit der Aufschrift "Missbrauchsfall: intern loesen" unterschrieben. Als ihn ein Ermittler danach fragte, zuckte er nur mit den Schultern und murmelte etwas von "damals war alles besser, zumindest die Tinte".
Die Vatikan-Sprecherin, eine Nonne mit Megaphon, wies die Vorwuerfe zurueck: "Wir haben nichts zu verbergen, ausser vielleicht die Zugangsdaten zum Geheimarchiv und die Kontonummer fuer die Schweigegelder." Sie betonte, dass die Kirche stets transparent gewesen sei - zumindest solange es um die Glasfenster ging.
Unterdessen wird spekuliert, dass der Vatikan die Untersuchung selbst in die Wege geleitet haben koennte. Der Plan: Alle Beweise so unauffaellig verstecken, dass selbst der Teufel sie nicht findet. Bisher scheint die Strategie aufzugehen - die Ermittler stehen immer noch ratlos vor einer verschlossenen Tuer und fragen sich, ob der Schlüssel vielleicht im Beichtstuhl vergessen wurde.