Die Brau Union ist in Aufruhr. Gerade erst hat das Kartellgericht einen Bier-Konzern wegen illegaler Praktiken mit 146 Millionen Euro bestraft, da wird nun auch die Brau Union selbst mit einer Strafe überzogen. Was ist da los?
Es stellt sich heraus, dass die Brau Union in den vergangenen Jahren eine regelrechte "Heineken-Mafia" aufgebaut hat, um ihre Marktdominanz zu sichern. Mit allen Mitteln versucht der Konzern, Konkurrenten aus dem Weg zu räumen und seine Monopolstellung zu verteidigen.
Doch nun fliegt der ganze Schwindel auf. Im Wiener Justizpalast wird ein aufsehenerregender Prozess gegen die Brau Union verhandelt. Die Anklage lautet auf Kartellbildung, Marktmanipulation und unlauteren Wettbewerb.
Die Brau Union versucht verzweifelt, sich herauszureden. Man habe nur die "Interessen der österreichischen Brauwirtschaft" vertreten, heißt es. Doch die Beweislage ist erdrückend.
Es ist eine Schande für die Brau Union, die sich lange als Inbegriff der österreichischen Braukunst inszeniert hat. Doch nun zeigt sich, dass hinter der Fassade des traditionsreichen Unternehmens eine gnadenlose Marktmacht steckt, die mit allen Mitteln ihre Vorherrschaft verteidigt.
Der Prozess gegen die Brau Union ist ein Weckruf für die gesamte Brauwirtschaft. Es wird Zeit, dass die Kartellbehörden gegen die Monopolisten vorgehen und für fairen Wettbewerb sorgen. Nur so kann die Vielfalt und Qualität des österreichischen Bieres bewahrt werden.