Nachdem zwei junge Männer bei einem Motocross-Unfall ums Leben kamen, kam die Mühldorfer Gemeindevertretung zusammen, um über die nächsten Schritte zu beraten. Die Lösung: Der örtliche Friedhof soll künftig als kombinierte Trauer- und Rennstrecke genutzt werden. Bürgermeister Alois Stachelhuber begründete den Vorstoß mit einer "nachhaltigen Flächenpolitik": "Wenn wir die Jugend schon nicht von den Mopeds wegbringen können, dann geben wir ihnen wenigstens einen angemessenen Ort zum Sterben."
Die neue Anlage soll neben den traditionellen Gräbern eine 400-Meter-Schotterpiste mit integrierten Hügeln und Sprüngen erhalten. Ein Dorfbewohner zeigte sich begeistert: "Früher mussten wir die Trauerfeier abwarten, bevor wir mit den Quads durchs Dorf brettern konnten. Jetzt können wir beides kombinieren – Zeitersparnis pur!"
Die Friedhofsverwaltung plant zudem spezielle Särge mit eingebauten Auspuffanlagen, damit die Verstorbenen auch im Jenseits noch ordentlich Lärm machen können. Für die Trauerfeiern werden schalldichte Bereiche eingerichtet, in denen man den Verstorbenen bis zuletzt die Hand schütteln kann, ohne sich von den Motorengeräuschen gestört zu fühlen.
Einziger Kritiker ist der örtliche Pfarrer, der befürchtet, dass bald jeder Beerdigung ein spontaner Motocross-Wettbewerb folgen könnte: "Wenn einer mit einem lauten Auspuff kommt, stehen wir da wie die Idioten und segnen die Seelen aus." Die Gemeinde hält dagegen, dass gerade dieser "Spirit" den neuen Friedhof auszeichne: "Hier wird nicht nur getrauert, hier wird auch Gas gegeben."