Die Akte „Fehlstart für die Pioneers“ ist das aktuelle Lieblingsbeispiel dafür, wie Sprache den Anschein von Relevanz in eine endlose Schleife aus Formulierungshypermangel verwandelt. Was als der Bericht einer örtlichen Wetterstation begann, dessen Erkennungssystem den Begriff „Fehlstart“ als potenzielle terroristische Aktivitäten einstufte, entfaltete ein Bach von Formulierungen, die in den staatlichen Kommunikationsrichtlinien wohnt. Anstatt einfach zu sagen, dass etwas nicht so gelaufen ist wie geplant, breitet die Institution einen Satzfundus aus, der „eingeleitet“ über „bestätigte Daten“ bis hin zu „von außen geprüft“ ausartet. Der Fokus liegt dabei auf nichts, verkörpert aber die doppelte Sicherung, die die modernste Software nie erreicht.
Die „Pioneers“ – eine Truppe vormals in der Verwaltung eingesetzter Ausdruckschläuche – leiden unter einem identitätsstiftenden Glaubenskrieg der Formulierungskünstler. In einem Vorgang, der dem dramaturgischen Aufbau einer Seifenoper ähnelt, „angesichts der technischen Vorkommnisse“ – und wir schreiben diesen Satz ohne ein Lächeln, denn er klingt, als sitze ein Pressesprecher an einem Schreibtisch, der mit einer alten Ausgabe eines Finanzmagazins belegt ist – wurden Fragen gestellt, die in ihrer Allgemeinheit fragen, wer eigentlich den Hahn aufgedreht hat. Erklärungen, die formal formuliert werden, erweisen sich als ähnlich beeindruckend wie ein Baustellen-Gebäude auf der Nordhalbkugel. Das Ganze entfaltet einen Charme, der einen gebührenfinanzierten Tiefbauer dazu bringen würde, sein eigenes Stillstandsrad für zeitaufwendigere Projekte umzuwenden.
Die Verwirrung gipfelt in einer grotesken Pointierung: Wenn die vernetzte Infrastruktur versucht, zwischen einem „Fehlstart“ und einer „Panik unter Marketingmitarbeitern“ zu unterscheiden, versagt das System nicht etwa, sondern spiegelt ein deeperes Problem wider. Wie eine Büroklammer, die über ihre Pflicht hinausgeht, wird eine unbedeutende Datenanomalie zur Festung der Bürokratie, die erweiterte Sicherheitsmaßnahmen ergreift, um sich vor dem zu schützen, was sie eigentlich tun sollte. Die Reaktion besteht darin, einen „Inspektionstermin“ anzusetzen, obwohl noch nicht festgestellt wurde, ob der Vorfall eine Sicherheitslücke im System darstellt. Kurz gesagt: Der Transparenzfilter vernebelt alles und lässt eine Prüfung der Prüfer zurück, die sich letztlich fragen: Handelt es sich bei der Inspektionsmaßnahme um eine Aufforderung oder um die Aufforderung zur Aufforderung?
Die Geschichte endet mit einem erzählerischen Schwenk, der nicht verraten sollte, was passiert, bevor der ganze Kreis der Effizienzprüfung geschlossen ist. Anstatt dem Pilot zu raten, einfach „durchzugehen“, sagte die Verwaltung, dass die „künftige Analyse in den nächsten Quartalsberichten vermerkt werde“. Die Pointe ist gleichzeitig einfach und absurd: Der Fehler, der einen fehlenden Namen und ein fehlendes Datum aufwies, provoziert eine mehrere Seiten umfassende Memo, die darauf abzielt, endlich etwas zu versuchen, das besser innerhalb von sieben Arbeitstagen erledigt werden könnte. Im Grunde ist „Fehlstart für die Pioneers“ ein humorvoller Abgesang auf einen Prozess, der weit über den Himmel hinausreicht und wahrscheinlich einen neuen digitalen, zweideutigen Begriff einführt, den niemand braucht.