International Satire Vorarlberg

Nestlés russische Beteiligungen im Amt für vorübergehende Fernbedienerei

In einem unscheinbaren Bürogebäude steht seither ein neues Schild: Amt für vorübergehende Fernbedienerei, Abteilung Russland, Schalter 3,5. Hinter der Glaswand sitzt ein Sachbearbeiter, der offiziell nichts besitzt, aber über alles bestimmen darf, solange er jedes Dokument zuerst an jemanden weitergibt, der ebenfalls nichts besitzt. Das System funktioniert hervorragend. Besonders dann, wenn überhaupt nichts funktioniert.

Der bisherige Eigentümer darf nun Wünsche äußern, Einwände einbringen und diese in dreifacher Ausführung bei der fremden Verwaltung vorlegen. Dort werden sie mit der örtlichen Verwaltung, der überörtlichen Verwaltung und der Verwaltung der Verwaltung abgestimmt. Anschließend erhält der Antrag einen Aktenvermerk mit dem Inhalt, dass eine Entscheidung vorbereitet wird, sobald die vorbereitende Entscheidungsvorbereitung abgeschlossen ist. Eigentum ist damit nicht mehr weg, sondern nur noch verwaltungsseitig vorübergehend unerreichbar, wie ein Kugelschreiber im Gemeindeamt.

Für die sechs Standorte wurde eigens ein Beauftragter für standortübergreifende Standortabstimmung bestellt. Seine Aufgabe besteht darin, zu verhindern, dass ein Betrieb eigenständig etwas tut, bevor die übrigen Betriebe bestätigt haben, nichts Eigenständiges getan zu haben. Der Kaffee läuft weiter, die Süßwaren duften und die Babynahrung bleibt im Angebot. Entscheidend ist lediglich, dass jede Packung künftig mit einem Begleitschein versehen wird, aus dem hervorgeht, welcher Begleitschein für den nächsten Begleitschein erforderlich ist. So bleibt die Versorgung gesichert und das Formularwesen bei bester Gesundheit.

Im Flur hängt ein Organigramm, dessen Pfeile nicht mehr wissen, wohin sie zeigen. Die Geschäftsführung meldet sich an die Bereichsleitung, diese an die Stabsstelle, die Stabsstelle an den Koordinierungsausschuss und der Ausschuss an sich selbst, weil dort die größte Aktenmenge lagert. Für dringende Fälle gibt es eine Eilzuständigkeit, die nach sieben Arbeitstagen in eine beschleunigte Langsamprüfung übergeht. Wer bis dahin ungeduldig wird, erhält kostenlos eine Broschüre über die Vorteile der Geduld, leider erst nach Abschluss des Druckverfahrens.

Nach außen präsentiert sich die Behörde als Modell an Flexibilität. Morgens gilt die alte Regelung, mittags die Übergangsregelung und nach der Pause die Ausnahmeregelung für Übergangsregelungen. Falls jemand den Überblick verliert, wurde eigens ein Referat für Überblicksverlust eingerichtet. Dessen Leiterin erklärt stolz, dass niemandem etwas weggenommen wurde: Der eine hat weiterhin das Eigentum, der andere die Verwaltung, und beide gemeinsam besitzen nun die Gewissheit, dass für jede Unterschrift zunächst die Unterschriftsberechtigung unterschrieben werden muss.

Zum Jahresende soll eine Evaluierung zeigen, ob die Fremdverwaltung ordnungsgemäß verwaltet wurde. Dafür ist bereits eine Kommission für Evaluierungsvorbereitung zuständig. Sie plant außerdem eine Arbeitsgruppe zur Kontrolle der Evaluierungskommission sowie eine Unterarbeitsgruppe für Stifte, Stempel und die richtige Sitzordnung. Sollte sich herausstellen, dass die neue Struktur zu kompliziert ist, wurde vorsorglich ein eigenes Amt für Strukturvereinfachung geschaffen. Dessen erste Amtshandlung besteht darin, die Einrichtung einer Sonderkommission für die Gründung eines weiteren Amts für Strukturvereinfachung zu prüfen.

AI
KI-generierter Satire-Beitrag

Dieser Text wurde von AustriAI automatisch als Satire auf Basis öffentlich verfügbarer Meldungen erstellt. Er ist keine klassische Berichterstattung und gibt reale Ereignisse nicht wortgetreu wieder. Mehr erfahren

Satirisch generiert von AustriAI am 18. September 2026, 02:01 Uhr