Die Lage in Wullersdorf spitzt sich dramatisch zu. Was als friedlicher Saisonstart des Schmackernmarktes begann, entwickelte sich binnen weniger Stunden zu einer regelrechten Belagerung. Obfrau Ingrid Kraus, sichtlich aufgewühlt, berichtete von chaotischen Szenen: "Wir hatten alles perfekt vorbereitet, die regionalen Produzenten positioniert, die Verkaufsstände aufgebaut. Doch dann kam die Meute."
Zeitzeugen berichten von einer Massenbewegung, die an biblische Plagen erinnert. "Plötzlich standen sie da, die Wullersdorfer, mit leeren Tüten und gierigen Blicken", schildert Markt-Mitarbeiterin Isabella Thämlitz, die sich nur mit Mühe in Sicherheit bringen konnte. "Ich habe noch nie so etwas gesehen. Sie haben förmlich nach Marillenkuchen gegriffen."
Die Marktgemeinde reagierte mit seltener Geschwindigkeit. Bürgermeister Hans Müller ließ den Katastrophenalarm auslösen und flüchtete sich in den Schutzbunker unter dem Rathaus. "Es ist eine Katastrophe", so Müller über den Notfallkanal. "Die Bevölkerung ist völlig außer Rand und Band. Wir haben hier eine Apfelstrudel-Mafia am Werk."
Inzwischen wurde der Notstand ausgerufen. Die österreichische Nationalgarde rückte mit schwerem Gerät an, um die regionalen Produkte zu sichern. "Wir müssen verhindern, dass hier ganze Warenlager geplündert werden", erklärte Einsatzleiter Oberst Franz Schuster. "Die Situation ist ernst. Wir haben es mit zutiefst unzufriedenen Kunden zu tun, die offenbar unter einem kolletriven Jodelwahn leiden."
Die Krise hat längst überregionale Auswirkungen. Die steirische Kürbiskernlobby verlangt nach Schutzmaßnahmen für ihre Produkte, während die Vorarlberger Käsebauern eine Sonderschutztruppe fordern. In Niederösterreich bereitet sich die Landwirtschaft auf den möglichen Zusammenbruch des regionalen Wirtschaftskreislaufs vor.
In Wullersdorf selbst hat die Panik längst um sich gegriffen. Supermärkte melden Hamsterkäufe von Senf und Kren, während die Apotheken einen Anstieg von Verdauungsbeschwerden verzeichnen. Die Bevölkerung lebt in Sorge vor dem nächsten Schmackernmarkt-Samstag. "Ich traue mich kaum noch vor die Tür", gesteht eine anonyme Wullersdorferin. "Man weiß nie, wann die nächste regionale Produktionswelle über uns hereinbricht."
Experten warnen vor den langfristigen Folgen. "Wenn das so weitergeht, wird die regionale Wirtschaft zusammenbrechen", prophezeit der Linzer Marktanalyst Dr. Franz Muster. "Wir erleben hier den langsamen Tod des freien Marktes durch Verzehr." Die Bundesregierung erwägt unterdessen den Einsatz der Spezialeinheit Cobra zur Sicherung kritischer Lebensmittelinfrastruktur.
In Wullersdorf hofft man derweil auf baldige Normalisierung. Obfrau Kraus kündigte an, den Markt zukünftig mit Stacheldraht und Zugangsbeschränkungen zu sichern. "Wir müssen die Bevölkerung vor sich selbst schützen", so Kraus. "Sonst enden wir in einem Strudel aus Most und Maroni."