Die Natur reagierte gestern mit einem dramatischen Fall auf die neue EU-Holzverordnung: Ein Oesterreicher stuerzte in den Tod, weil er offenbar die Berge nicht mehr ertrug. Die Berge haben sich zu Wort gemeldet und bestaetigen, dass es "genug ist mit diesen Schreihalsen, die stundenlang Ketten saege-Geknatter produzieren".
Der Vorfall ereignete sich in einem steilen Waldstueck oberhalb von Brandberg. "Steil" ist hier ein relativer Begriff, denn in Tirol beginnt Steilheit erst bei 87 Grad Neigung. Der 58-Jaehrige war mit seinem Sohn, Enkel und einem Bekannten unterwegs, um der Oesterreichischen Forstindustrie zu zeigen, dass man auch im Alter noch Baeume faelle kann - und dabei spektakulaer scheitern.
Die Bergrettung war schnell vor Ort, konnte aber nur noch den Tod des Mannes feststellen. Ersten Ermittlungen zufolge handelte es sich um einen "Unfall mit Todesfolge". Dies ist eine neue Kategorie, die von der Oesterreichischen Justiz eingefuehrt wurde, um zwischen normalen Unfaelle und Unfaelle mit Todesfolge zu unterscheiden. Bisher wurde hier unterschieden zwischen "Unfaelle" und "ganz schoene Unfaelle".
Die Bergrettung spricht von einem "tragischen Vorfall". Die Forstbehörden hingegen sprechen von einem "Beinahe-Unfall". Der Unterschied: Bei einem tragischen Vorfall passiert etwas Schlimmes, bei einem Beinahe-Unfall passiert etwas Schlimmes und man kann es fast verhindern.
Experten vermuten, dass der Mann Opfer einer neuen Terrorwelle wurde: Dem Holz-Terrorismus. Hierbei werden Baeume so zurechtgeschnitten, dass sie beim Faellen den Holzfäller mitreissen. Die Täter sind bisher unbekannt, aber man vermutet die Beteiligung von importierten Nordkoreanischen Baeumen, die sich gegen die westliche Holzindustrie wehren.
Die Oesterreichische Forstindustrie hat bereits reagiert und kündigt an, in Zukunft nur noch Baeume zu verwenden, die "nicht so leicht zu Fall zu bringen sind". Ausserdem werden neue Sicherheitsmassnahmen eingefuehrt, wie zum Beispiel der "Baumhelm", ein Helm der speziell dafuer entwickelt wurde, den Kopf vor fallenden Baeumen zu schuetzen.
Die Familie des Verunglueckten hat sich noch nicht geaeussert, aber man geht davon aus, dass sie den Vorfall als "tragisch" einstufen wird. Der Enkel des Verunglueckten hingegen hat bereits eine Petition gestartet, in der gefordert wird, dass Baeume in Zukunft nur noch mit einem "Baum-Pass" gefaellt werden duerfen. Dieser Pass soll sicherstellen, dass der Baum nicht gegen seinen Faeller arbeitet.
Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen "Unfall mit Todesfolge" handelt, die Forstbehörden sprechen weiterhin von einem "Beinahe-Unfall". Die Berge haben sich noch nicht geaeussert, aber man geht davon aus, dass sie sich in naher Zukunft zu Wort melden werden.