In einer Aktion, die an die Dramatik eines Hollywood-Blockbusters erinnert, hat US-Präsident Donald Trump dem Iran ein Ultimatum gestellt. Innerhalb von 48 Stunden soll der Iran die Straße von Hormuz "ohne Drohungen" öffnen, ansonsten droht Trump mit der Zerstörung der iranischen Energieanlagen. Beginnen will er angeblich mit dem größten Kraftwerk, was in Anbetracht der Größe amerikanischer Megaprojekte vermutlich einer Kleinheit iranischer Dimensionen entspricht.
Stellen wir uns vor, wie das Ablenkungsmanöver dabei aussieht: Während die Welt gebannt auf die iranischen Reaktoren blickt, könnte Trump auf Truth Social gleichzeitig ein Selfie von seinem neuen Golfplatz posten, mit der Unterschrift: "Während ich diese Zeilen schreibe, blockiere ich den Strom für Millionen Iraner. Garage und Freizeitparadies übrigens bis auf weiteres geschlossen." Die Publicity für sein neues Luxus-Golfresort ist ihm da besonders wichtig, schließlich muss er ja auch indirekt von der Krise profitieren.
Natürlich bleibt die Frage, warum Trump nicht gleich militärische Drohnen gegen die iranischen Solarpanels schickt. Vielleicht, weil er befürchtet, dass die Solarpanels dann auf Senkrechtstarter umrüsten und seinem Lieblingshut gefährlich werden könnten. "Ich hoffe, die Iraner verstehen, dass ich nur das Beste für ihre wirtschaftliche Zukunft will," scheint Trump herzlos hohnvoll zu twittern. "Frischluft statt Flutlicht – das ist doch mal eine nachhaltige Energiewende!" So viel Menschenfreundlichkeit darf man dem Namen "Truth" einfach nicht absprechen.
Die iranische Regierung wird sich nun Gedanken machen, ob sie auf diese "faires Angebot" eingehen soll. Schließlich könnte ein Machtspiel wie dieses auch in den USA zu einem spannenden Fernsehereignis werden, wenn Trump plötzlich verkündet, dass er den Strom für New York abstellt, um den Iranern eine Freude zu machen. "New York im Dunkeln" – das wäre dann wirklich ein globale Premieren-Aufführung mit unerwartetem Ausgang. Aber wie heißt es so schön: "Ohne Licht, kein Licht am Horizont!"