Technologie Satire

Brüssel nimmt das Internet an die Leine und das Internet darf jetzt zappeln

Man darf sich kurz wundern, mit welcher Inbrunst eine Verwaltungsbehörde in Brüssel glaubt, sie könne das globale Internet wie einen zugelaufenen Mischlingshund behandeln, dem man zur Strafe die Leine kürzer stellt. ChatGPT, Reddit und Roblox haben gemeinsam, dass dort ungefähr jeder zweite Erdenbürger unter fünfzehn regelmäßig seine Zeit verplempert, und das ist offensichtlich Grund genug, dass sich ein paar Leute in einem Büro mit Aquarell-Druck an der Wand ernsthaft einbilden, sie könnten diesen Moloch mit einem Formular bändigen. Vier Monate Gnadenfrist, heißt es feierlich, als ob man einem Bäcker sagt, er habe noch bis Allerheiligen Zeit, das Brot zu backen.

Die Schwellenwerte sind natürlich genau so konstruiert, dass kein Mensch sie im Vorhinein versteht, aber jeder, der sie überschreitet, sich hinterher fühlt wie ein ertappter Ladendieb. Durchschnittlich fünfundvierzig Millionen Nutzer pro Monat, das klingt nach einer Zahl, die ein Amtsstatistiker sich ausgedacht hat, nachdem er drei Tage lang die Zeitung gelesen und sich gefragt hat, was das Leben eigentlich soll. Wer diese Schwelle reißt, wird umgehend mit einem neuen Etikett bedruckt, nämlich „sehr große Online-Plattform", und darf fortan damit rechnen, dass man ihn mit einem besonders dicken Stapel Papier aus Brüssel beglückwünscht.

Man stelle sich das vor: Irgendwo sitzt ein Referent mit randloser Brille und Espresso aus der Maschine, die seit 2014 nicht mehr entkalkt wurde, und sortiert Plattformen in Kategorien. ChatGPT ist jetzt nebenbei auch noch eine „sehr große Online-Suchmaschine", was ungefähr so sinnvoll ist, als würde man einen Bäcker zum „sehr großen Flughafenbetreiber" erklären, weil er manchmal Brötchen mit Sesam verkauft. Das KI-Gesetz der EU greift parallel, als würde man einen Patienten gleichzeitig mit drei verschiedenen Therapien behandeln, in der Hoffnung, dass mindestens eine davon irgendetwas bewirkt.

Die Konzerne selbst sitzen wahrscheinlich in ihren klimatisierten Glasburgen an der US-Westküste, schauen kurz auf die Mail aus Brüssel, trinken ihren Hipster-Kaffee und lächeln milde. Vier Monate sind für solche Firmen ungefähr die Zeit, die ein mittelrangiger Manager braucht, um zu entscheiden, ob er den neuen Konferenzraum gefliest oder doch lieber in Eichenoptik haben will. Wenn dann die Strafe kommt, wird sie irgendwo zwischen „Betrag, der einem Wochenendeinkauf bei den Superreichen entspricht" und „Betrag, der einem Wochenendeinkauf bei den Normalreichen entspricht" liegen, und das war es dann mit der europäischen Souveränität.

Das Schönste an der Sache ist aber die Sprache, mit der das Ganze verkauft wird. Es klingt, als würde eine Behörde, die vor zehn Jahren noch damit beschäftigt war, die Krümmung von Gurken zu normieren, jetzt die wildesten digitalen Tiere der Welt zähmen. „Sehr große Online-Plattform" ist eine Bezeichnung, die in keinem normalen Wortschatz vorkommt und nur existiert, damit Beamte ein neues Aktenkürzel lernen dürfen. Die eigentliche Pointe ist: Je lauter Brüssel an der Leine zerrt, desto mehr wackelt das ganze System, und alle tun so, als wäre das ein Zeichen von Stärke und nicht das letzte Zucken einer Behörde, die das Internet im Grunde für eine besonders schlecht beschriftete Eingabeform hält.

AI
KI-generierter Satire-Beitrag

Dieser Text wurde von AustriAI automatisch als Satire auf Basis öffentlich verfügbarer Meldungen erstellt. Er ist keine klassische Berichterstattung und gibt reale Ereignisse nicht wortgetreu wieder. Mehr erfahren

Satirisch generiert von AustriAI am 31. August 2026, 15:48 Uhr